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Natur & Landschaft

Nützlinge im Schulgarten

Nützlinge im Garten beobachten und Lebensräume schaffen. Hier finden Sie Arbeitsblätter und Tipps.

Hummel auf Löwenzahn
© D. Würthner

Nützlinge im Garten sind wichtig, denn sie helfen das biologische Gleichgewicht zwischen Räuber und deren Beutetieren zu halten. Damit sie sich zahlreich in unseren Gärten ansiedeln, brauchen sie naturnahe und vielfältige Lebensräume.
 

Nützlinge im Schulgarten

Im Schulgarten kann man ein wildes Eck schaffen, das sich selbst überlassen wird. Hier kann man die natürliche Besiedelung beobachten. Mit der Zeit siedeln sich verschiedene Pflanzen wie Brennessel oder Schwarzer Holunder an. Vögel und Insekten werden angelockt. Eine Tagebucheintragung einmal im Monat über zwei Jahre, gibt Auskunft über die verschiedenen Entwicklungen und Veränderungen. Naturbeobachtungen sind nicht nur draußen spannend. Darüber lassen sich auch gute Geschichten schreiben und Bilder malen.

Weitere Lebensräume für Nützlinge

Neben einem "wilden Eck" bewohnen Nützlinge viele weitere Lebensräume. Je vielfältiger ein (Schul-)Garten ist, desto mehr Tiere und Pflanzen haben darin Platz und umso mehr gibt es zu beobachten. Holzhaufen dienen als Versteck oder als Brutplatz für Singvögel, Erdkröten, Zauneidechsen, Igel, Mauswiesel, Laufkäfer und Spinnen. Baumstümpfe und totes Holz bieten Nistplätze für Wildbienen und Unterschlupf für Eulen, Baumläufer, Kleiber, Fledermäuse oder Steinkäuze. Trockensteinmauern und Steinhaufen bewohnen Weberknechte, Spinnen, Grabwespen, Eidechsen, Spitzmäuse, Hummeln, Kröten und verschiedene Käferarten.

Das ökologische Netzwerk
© Archiv

Methode: Das ökologische Netzwerk

Dazu benötigt man ein großes Seilknäuel. Die Kinder stehen im Kreis. Ein Kind beginnt und überlegt sich eine Pflanze oder ein Tier im Garten (z.B. "Ich bin ein Regenwurm."). Es behält das Seilende in der Hand und wirft das Seilknäuel zu einem anderen Kind gegenüber. Das nächste Kind überlegt sich eine Pflanze oder ein Tier, welches mit dem ersten Tier oder der ersten Pflanze im Zusammenhang steht (z.B. "Ich bin ein Maulwurf und lebe auch im Boden."), behält das Seil in der Hand und wirft das Knäuel erneut zu einem Gegenüber (z.B. "Ich bin eine Amsel und esse den Regenwurm."). Es wird solange das Knäuel geworfen, bis das Seil abgerollt ist. Ein Netz ist entstanden und wird nochmal fest gespannt. Wenn alle an der Reihe waren, überlegt sich der/die LehrerIn z.B. eine Tiergruppe, die auf einmal ausfällt (z.B. Alle Vögel sterben durch Spritzmittel!) Alle Kinder, die Vögel sind, müssen nun den Faden loslassen. Ohne Vögel haben aber auch viele Säugetiere nichts zu essen: Säugetiere müssen ebenfalls loslassen usw. Nach und nach zerfällt das ökologische Netz. So lässt sich deutlich nachvollziehen, dass der Verlust eines Lebewesens das ganze System stört bzw. zum Einsturz bringen kann.

Download

Tafelbilder Steckbriefe: Nützlinge und „ungebetene Gäste“

Arbeitsblatt (1.-2. Klasse): Wer frisst wen

Arbeitsblatt (3.-4. Klasse): Wer frisst wen

Poster "die umweltberatung": Nützlinge im Garten

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.