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Bildung & Nachhaltigkeit

Was bedeutet eigentlich…? Begriffserklärungen zur Nachhaltigkeit

„Nachhaltiger Lebensstil“, „Ökologischer Fußabdruck“ oder „World-Overshoot-Day“– tagtäglich tauchen diese Begriffe in den Medien auf - aber was bedeuten sie eigentlich? Wir geben einen Überblick, was damit gemeint ist.

Vater gibt Kind Weltkugel
© kate - Fotolia.com

In Berichterstattungen, Diskussionen oder Nachrichten zur Umweltsituation auf unserer Erde werden immer wieder Begriffe verwendet, die vielleicht nicht geläufig sind oder falsch verstanden werden (könnten). Wir wollen mit diesem Beitrag ein wenig Licht ins Fachvokabel-Wirrwarr bringen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bzw. sustainability oder auch nachhaltige Entwicklung bzw. sustainable developement ist ein Handlungsprinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden soll, als wieder nachwachsen kann oder sich regenerieren kann. Zukünftige Generationen sollen durch unser Handeln nicht eingeschränkt werden. Im Idealfall werden durch das nachhaltige Handeln ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen miteinbezogen (drei Dimensionen der Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsdreieck).

wir-leben-nachhaltig: Nachhaltigkeit


Nachhaltiger Lebensstil

Man lebt nachhaltig, wenn man bei Handlungs- oder Kaufentscheidungen die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit miteinbezieht. Durch einen nachhaltigen Lebensstil und einen bewussten Konsum, hat man Einfluss auf die Umweltauswirkungen, Produktionsweise und Arbeitsbedingungen von Gütern oder Dienstleitungen. Durch diesen (klima-)bewussten Lebensstil wird der CO2-Ausstoß und Ressourcenverbrauch reduziert.

eNu: Nachhaltiger Lebensstil
 

Ökologischer Fußabdruck

Der Ökologische Fußabdruck ist ein Bild für den Ressourcenverbrauch. Es wird berechnet, welche Fläche benötigt wird, um den Verbrauch von Rohstoffen für Ernährung, Konsum, Energie und Mobilität zu decken. Die Maßeinheit für den Flächenverbrauch ist der Globale Hektar (gha). Der ökologische Fußabdruck kann für ein Land, eine Region, ein Unternehmen, eine Person u.ä. errechnet werden.

Der ökologische Fußabdruck
www.mein-fussabdruck.at
www.footprintnetwork.org


Earth Overshoot-Day / Welterschöpfungstag

Der Earth Overshoot-Day verbildlicht die ökologischen Grenzen unseres Planeten. An diesem Tag wurden die natürlichen Ressourcen verbraucht, die sich innerhalb eines Jahres regenerieren können. Die Menschheit nutzt ab diesem Tag mehr Ressourcen, als ihr zusteht. Die Folgen sind zum Beispiel Rückgang der Biodiversität, Bodenverlust durch Erosion oder Klimawandel mit dessen Folgeschäden. Der Earth Overshoot-Day war 2018 am 1. August. Aus dem nationalen Ressourcenverbrauch kann für jedes Land der Welterschöpfungstag errechnet werden.

wir-leben-nachhaltig: Erdüberlastungstag
www.overshootday.org


Klimawandel

Es gibt einen natürlichen Klimawandel auf der Erde. Dieser hat Zyklen zwischen 10.000 und 100.000 Jahren und wir Menschen haben keinen Einfluss darauf. Es gibt aber auch den anthropogenen (vom Menschen gemachten) Klimawandel, der zu einer schnellen Überhitzung des Planeten führt. Die Ursachen dafür sind die Treibhausgase (THGs), die in den letzten 150 Jahren in die Atmosphäre gebracht wurden. Wir verzeichnen mittlerweile einen um +1,1°C höhere Durchschnittstemperatur auf der Welt seit Beginn der industriellen Revolution.

Die Staatengemeinschaft hat bei der Klimakonferenz in Paris 2015 ein verbindliches Klimaabkommen beschlossen, wonach der Temperaturanstieg auf deutlich unter +2°C (angestrebt sind +1,5°C) beschränkt wird. Dies erfordert sehr große Anstrengungen im Bereich des Klimaschutzes. Sonst ist mit einer Erderwärmung von 4 bis 6°C zu rechnen, was zu Klimakatastrophen wie Unwettern, Überschwemmungen, Fluchtbewegungen oder Verlust von Ökosystemen führen kann.

ZAMG: Informationsportal Klimawandel


Klimawandelanpassung

Der Klimawandel ist bereits in Gange und kann bis zu einem gewissen Grad auch nicht mehr aufgehalten werden. Die Anpassung an die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels, nennt man Klimawandelanpassung. Für verschiedene Lebensbereichen gibt es Maßnahmenpläne, die die Auswirkungen des Klimawandels ausgleichen oder abmildern sollen (Klimawandelanpassungsstrategien).

eNu: Klimawandelanpassung
www.klimawandelanpassung.at


Treibhausgase (THGs)

Bei den Treibhausgasen (THGs) handelt es sich vor allem um CO2 (Kohlenstoffdioxid), CH4 (Methan), N2O (Lachgas) und F-Gase (Fluorverbindungen), die in verschiedenen industriellen Prozessen, in der Landwirtschaft und vor allem durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen (Kohle, Gas, Erdöl) entstehen. Durch die THGs wird der natürliche Treibhauseffekt verstärkt, da sie die Wärmestrahlung der Erde zum Teil nicht ins Weltall entweichen lassen, sondern aufnehmen und dadurch selbst Wärme in Richtung Erde abgeben. Die Erde wird dadurch überhitzt.

Umweltbundesamt: Treibhausgase
www.co2-rechner.at
 

Welt-Umwelttag

Am 5. Juni erinnert uns der Weltumwelttag an die Bedeutung der Umwelt für den Menschen. Im Jahr 1972 wurde er von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Der Aktionstag steht jedes Jahr unter einem anderen Motto.

wir-leben-nachhaltig: Welt-Umwelt-Tag
http://worldenvironmentday.global/

 

Weiterer Interessanter Link:

Lexikon der Nachhaltigkeit: www.nachhaltigkeit.info

 

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.