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Nachberichte

Zukunftssymposium 2009

"Ist die Zukunft grün?" Expertinnen und Experten gaben Einblicke in die Zukunftsforschung beim Zukunftssymposium am 20. November 2009 in Ziersdorf.

Titelbild des Tagungsprogramms
© phase4photography - http://fotolia.com

"Ist die Zukunft grün?"
Wir stehen am Beginn eines neuen Jahrtausends und die Menschheit ist mit großen Herausforderungen wie Klimawandel, Rohstoffverknappung und Wirtschaftskrise konfrontiert. Was erwartet uns in der Zukunft? Wie schaut ein verantwortungsvoller Umgang mit begrenzten Ressourcen aus? Ist die Zukunft ‚grün’? Mit diesen Fragen beschäftigten sich über 120 TeilnehmerInnen am Zukunftssymposium in Ziersdorf in Niederösterreich.

Konsumieren für eine bessere Welt
Jede bzw. jeder Einzelne prägt die Zukunft über das persönliche Konsumverhalten! Durch gezieltes Einkaufen kann man nachhaltige Unternehmen fördern und umwelt- und sozialverträgliche Produktionsweisen stärken. Zukunftsforscher Dr. Eike Wenzel: „Die Avantgarde dieses neuen Konsums gibt es schon: es sind die LOHAS. Der Lifestyle of Health and Sustainability steht für ein kritisches Ökobewusstsein, das indes nicht nur auf dem Verzichtsgedanken aufgebaut ist.“

Dass nachhaltiger Konsum auch im Ernährungsbereich notwendig ist, verdeutlicht Mag.a Julia Katzmann von "die umweltberatung": „Durch den Kauf von regionalen, saisonalen Produkten aus biologischem Anbau wird die Umwelt geschont und die regionale Wertschöpfung erhöht. Wer ‚fairtrade’ Produkte kauft, unterstützt kleinbäuerliche Strukturen und garantiert, dass die Bäuerinnen und Bauern in den Ländern des Südens einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit erhalten. Der Teller der Zukunft muss daher nach den Kriterien ‚regional, saisonal, biologisch, fair’ gefüllt werden!“

Energieeffizent in die Zukunft
Neben der Ernährung der Menschheit zeichnet sich die Endlichkeit der fossilen Brennstoffe als globale Herausforderung des nächsten Jahrhunderts ab. Über die Grenzen des Wachstums und globale Energiemärkte referierte am Zukunftssymposium Mag. Michael Cerveny, Energie- und Klimaschutzexperte der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT): „In der Energiepolitik gibt es zwei wichtige Ziele für die Zukunft: wir müssen unsere Haushalte und unsere Wirtschaft auf ein wesentlich energieeffizienteres Niveau bringen und der Umstieg auf erneuerbare Energien muss so schnell wie möglich erfolgen!“

Verantwortungsbewusste Unternehmen und Organisationseinheiten
Wie Nachhaltigkeit aus Sicht der Wirtschaftstreibenden gelebt werden kann, zeigt DI Dr. Alfred W. Strigl, Leiter von plenum – der gesellschaft für nachhaltige entwicklung. Er berät Unternehmen und Organisationen, die für ihre MitarbeiterInnen und KundInnen nachhaltige Angebote schaffen wollen. Erfolg stellt sich laut Strigl nur durch verantwortungsvolles Handeln ein. Beispiele aus der Praxis lieferten in Ziersdorf die VertreterInnen folgender verantwortungsbewusster Unternehmen: Grüne Erde, gugler GmbH, Sonnentor, Göttin des Glücks, der Verein Miteinander Zukunft Bauen, LEIHRADL – nextbike und biohelp.

Dass eine zukunftsfähige Entwicklung aber nicht alleine eine Sache der Wirtschaft ist, beweist DI Peter Obricht, Leiter der Abt. Umweltwirtschaft und Raumordnungsförderung des Amtes der NÖ Landesregierung: „Die Herausforderungen im Umweltschutz werden zukünftig größer. Es handelt sich - wie am Beispiel Klimaschutz ersichtlich -  um Themen, die unterschiedlichste Lebensbereiche und eine große Anzahl an Beteiligten mit unterschiedlichsten Interessenslagen betreffen. In der Regel sind Verhaltensänderungen vieler Menschen erforderlich um Erfolge zu erzielen. Dies verlangt nach anderen Zugängen, mehr Interdisziplinarität und einer entsprechenden Prozessqualität. Um die Bürgerinnen und Bürger verstärkt zum Mitmachen zu motivieren, bedarf es noch mehr an Wissensvermittlung, an Emotionalisierung und an einer verstärkten Kundenorientierung. Der persönliche Nutzen der gewünschten Verhaltensänderung muss klar ersichtlich sein, die Umsetzung womöglich  ‚Spaß’ machen, zumindest ‚in’ sein. Keine einfache Sache, aber es lohnt sich dafür zu arbeiten; das Land NÖ möchte auch zukünftig Partner dafür sein.“

Download

Tagungsprogramm: Zukunftssymposium 2009
Handout Dr. Eike Wenzel
Vortrag DI Dr. Alfred W. Strigl
Handout DI Dr. Alfred W. Strigl
Vortrag Mag. Michael Cerveny
Handout Mag. Michael Cerveny
Vortrag Mag.a Julia Katzmann
Handout Mag.a Julia Katzmann
Vortrag DI Peter Obricht

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.