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Ernährung

Wie Durst entsteht

Arbeitsblätter und Tipps zur Behandlung des Themas "Trinken und Getränke im Unterricht".

Wasser trinken
© Archiv

Unser Körper besteht zu einem überwiegenden Teil aus Wasser. Bei Säuglingen liegt der Anteil sogar bei 75 % des Körpergewichts. Mit zunehmendem Alter sinkt dieser Prozentanteil. Junge Erwachsene haben einen Wasseranteil von ca. 60 %. Wasser ist in unserem Körper Baustoff, Lösungs- und Transportmittel, ist aber auch zur Wärmeregulation wichtig.

Die Wasserbilanz

Unter Wasserbilanz verstehen wir den Vergleich der Wasserabgabe mit der Wasserzufuhr. Die Wasserbilanz muss ausgeglichen sein. Der Wasserhaushalt ist beim Menschen hormonell geregelt. Auf diese Weise kann der Körper schnell auf Wasserverlust reagieren und das Körperwasser konstant halten. Gelingt es nicht, das Wasserdefizit auszugleichen, tritt schon bei einer Abnahme des Körperwassers um 5 % ein Temperaturanstieg im Körper auf. Bei 10 % entstehen Verwirrungszustände. Bei Verlusten von mehr als 20 % tritt der Tod ein.

Wie Durst entsteht

Ein Wasserdefizit äußert sich in einer erhöhten Konzentration der in den Körperflüssigkeiten gelösten Stoffe. Rezeptoren „messen“ diese erhöhte Konzentration und leiten Reize weiter. Diese Botenstoffe bewirken, dass die Nieren weniger Wasser ausscheiden, um die Verluste zu minimieren. Gleichzeitig meldet uns das Durstzentrum im Gehirn, dass wir Wasser trinken sollen. Somit ist der Körper schon in Bedrängnis, wenn wir Durst haben! Deswegen ist es wichtig, über den Tag verteilt genug zu trinken.

Was wir trinken (sollen)

Der tägliche Flüssigkeitsbedarf sollte vorwiegend mit Wasser und Mineralwasser gedeckt werden. Als Durstlöscher eignen sich außerdem ungesüßte Früchte- und Kräutertees. Sie sind sehr aromatisch, können heiß oder kalt getrunken werden und erhöhen die Energieaufnahme nicht.
Frucht- und Gemüsesäfte liefern neben Wasser auch Mineralstoffe, sollten aber verdünnt getrunken werden. Fruchtnektare sind auf Grund ihres Zuckerzusatzes als Durstlöscher weniger geeignet. Fruchtsaftgetränke, Limonaden, Cola-Getränke und Instant-Getränke sind wegen ihres hohen Gehalts an Zucker und Zusatzstoffen nicht als Durstlöscher geeignet.
Isotonische Getränke sind für Kinder nicht notwendig. Energy-Drinks sind wegen ihres hohen Zucker- und Koffeingehalts für Kinder nicht empfehlenswert.

Methode: Das Getränkeplakat

Die SchülerInnen zeichnen ihre Lieblingsgetränke, sammeln Bilder mit Getränkewerbung oder Etiketten leerer Getränkeverpackungen und gestalten aus diesen Materialien eine Getränke-Collage.

Eistee Schneekönigin
© Archiv

Getränke selbst gemacht

Getränke selbst zu kreieren ist ein Weg, den SchülerInnen zu vermitteln, dass es gesunde und köstliche Alternativen zu Limonade und Cola gibt.

Eistee "Schneekönigin"
2 l Melissentee, 1 l Bio-Apfelsaft, Gänseblümchen
Gänseblümchen waschen und trocken tupfen. Die Köpfchen abzupfen, einzeln in Eiswürfelbehälter legen, mit Wasser übergießen und einfrieren. 2 l Melissentee frisch aufbrühen, ziehen und abkühlen lassen. Melissentee mit 1 l Bio-Apfelsaft vermischen. Vor dem Servieren die Gänseblümcheneiswürfel dazugeben.

Eigene Kreationen

Kinder können auch selbst Rezepte erfinden. Dabei sollten immer zwei Teile Wasser oder Tee mit einem Teil Fruchtsaft vermischt werden. Besonders lustig ist es für Kinder, wenn alle mit Strohhalmen aus einem großen Gefäß trinken können.

Download

Arbeitsblatt (1.-2. Klasse): Was wir wann trinken

Arbeitsblatt (3.- 4. Klasse): Was wir wann trinken

Infoblatt "die umweltberatung": Fruchtsaft, Wellnessdrink & Co

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.