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Spiel & Freizeit

Wandern mit Kindern

Gut geplant ist halb gewandert! Wir haben Tipps zusammengestellt, die man bei einer Wanderung mit Kindern beachten sollte.

wandernde Kinder
© nadezha1906 - Fotolia.com

Einfach nur durch die Gegend zu wandern und dabei die Natur zu genießen gelingt Kindern meist nicht ganz. Pädagogen/innen und Eltern wissen gut, dass Kinder schnell gelangweilt sein können. Es ist fast schon unglaublich wie langsam mürrische Kinder fortzubewegen sind. Über den Erfolg oder Misserfolg des Wanderausfluges entscheidet aber meist schon die Planung und Vorbereitung der Tour.

Nicht nur der Weg ist das Ziel

Um für positive Wandererlebnisse zu sorgen, benötigt die Wanderung ein definiertes Ziel! Dieses muss einen gewissen Anreiz bieten, sich überhaupt auf dieses Ziel zuzubewegen: die Aussicht auf ein Eis, einen Kaiserschmarrn oder ein Glas Milch in einer Hütte oder einem Gasthaus. Auch ein Naturschauspiel wie ein Wasserfall, ein Badesee oder ein Naturlehrpfad kann Kinder motivieren. Wichtig ist: Es muss einen Höhepunkt geben, für den es sich lohnt, einen Fußmarsch in Kauf zu nehmen. Diese Grundvoraussetzungen sind z.B. in den NÖ Naturparken gegeben und bieten sich daher gerade für Schulklassen als ideale Ausflugs- und Wanderziele an. Sie verfügen über eine optimale Infrastruktur mit markierten Wegen, Rast- und Spielplätzen sowie zahlreichen Natur-Sehenswürdigkeiten.

Die richtige Strecke fürs richtige Alter

Wichtig ist eine Route zu wählen, die für Kinderfüße geeignet ist. Nur auf asphaltierten Wegen von A nach B zu gehen, kann schnell langweilig werden, vor allem wenn der Wegesrand nichts Abwechslungsreiches zu bieten hat. Genauso kann es aber auch zur Überforderung kommen, wenn die Strecke nur aus unwegsamen Steigen, langen Steilstücken und schwierigem Untergrund besteht. Eine gute Mischung ist gefragt. Als Faustregel gilt, insbesondere für Vorschulkinder, nicht länger als eine Stunde im Stück unterwegs zu sein. Außerdem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Kinder für die gleiche Strecke etwa doppelt so lange brauchen wie Erwachsene. Vergessen Sie deshalb auch nicht den Rückweg einzuplanen.

Die Ausrüstung - was muss mit

Ganz wichtig ist genug zu Trinken, am besten Wasser oder ungesüßten Tee und alles gut griffbereit, sodass nicht bei jeder Pause mühsam der halbe Rucksack ausgeräumt werden muss. Der Proviant sollte viel Energie liefern, nicht zu schnell verderben oder gatschig werden. Äpfel, Nüsse, belegte Brote sind hier ideal. Auch ein Müsliriegel ist als kleiner Motivations- und Energieschub ganz praktisch. Nicht zu viel einpacken, gerade wenn die Kinder ihren Proviant im Rucksack selber tragen sollen. Und: alles was man an Müll mitbringt, nimmt man auch wieder selbst mit nach Hause!

Das Schuhwerk sollte der Tour und dem Wetter angepasst sein. Feste Wanderschuhe sind immer ein muss bei unwegsamem Gelände, auch im Sommer. Die Kleidung im Zwiebelprinzip schützt am besten, das sind mehrere dünnere Schichten, die sich je nach Temperatur leicht an- und ausziehen lassen. Auch Wind- bzw. Regenschutz, Sonnenhut und Erste Hilfe-Set sollte immer dabei sein.

Wenn nichts mehr geht - die Motivationstricks

Die wenigsten Kinder laufen vom Start weg geradewegs und schnurstracks zum Ziel. Oft stellt sich nach einiger Zeit ein Motivationstief ein, bei dem die Sinnhaftigkeit jedes weiteren Schrittes schon mal in Frage gestellt wird. Hierbei ist es von Vorteil sich bereits im Vorhinein darauf vorzubereiten.

  • Eine kleine Schatzsuche mit Steinchen, Ästchen, Murmel oder dergleichen (eine Person geht ein Stück voraus und lässt die Schätze fallen, die die Kinder finden sollen)
     
  • Spiele wie „Ich seh, ich seh was du nicht siehst“, „Ich packe in meinen Rucksack und nehme mit…“ , Reime finden, Geschichten abwechselnd erfinden, Tiere erraten, Lieder singen
     
  • Alle Sinne beim Wandern miteinbeziehen – warum nicht mal ein Stück barfuß zurück legen oder an der Hand gehen und dabei die Augen schließen? Welche Geräusche hört man?
     
  • Mit der Becherlupe auf Insektenfang gehen
     
  • Wanderstöcke suchen und mit Gräsern und Blumen schmücken
     
  • Auf der Wanderkarte zeigen, wie weit man schon gekommen ist, gemeinsam kleine Zwischenziele setzen

Weiter Spielideen in der Natur finden Sie hier.

Interessante Links

Naturparke-NÖ

Do's und Dont's in der Natur - Naturland Knigge

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.

Letzte Aktualisierung: 06.06.2017