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Sinneswahrnehmung

Sehen: Das Auge

Informationen und Anregungen zum "Seh-Training" mit Lebensmitteln.

Das Auge
© Archiv

Der visuelle Eindruck ist ein wesentlicher Entscheidungsfaktor bei der Wahl der Lebensmittel. Mit unseren Augen nehmen wir vor allem Farben, Formen, Größen und Oberflächenstrukturen wahr und beurteilen sie.

Farben von Lebensmitteln – echt oder gefärbt?

Farben beflügeln unsere Fantasie und erfreuen das Auge. Farben animieren aber auch zum Kauf und steuern unser Qualitätsempfinden. Mit der farbenprächtigen Aufmachung von Produkten „versprechen“ Hersteller Qualität. Unauffällige oder „natürliche“ Produkte bewerten wir oft als mangelhaft. Ein Blick in die Supermarktregale zeigt, dass Farbstoffe allgegenwärtig sind. Süßigkeiten, Cremes, Getränke aber auch „natürlich“ aussehende Lebensmittel wie Butter, Käse, Joghurt, Marmelade und Brot werden nachgefärbt.

Das Spiel mit den Farben

Farben beeinflussen unseren Geschmack. Färbt man ein Zuckerl gelb statt rot schmeckt es gleich etwas saurer, denn in unserer Vorstellung sind die Farben von Produkten eng mit bestimmten Produkteigenschaften assoziiert.

Der Puddingtest
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Der Puddingtest

Wir verlassen uns lieber auf die Augen als auf unseren Geschmackssinn. Denn das Auge isst mit!
Für den Puddingtest benötigen wir drei Portionen Vanillepudding. Die drei Puddings werden grün, gelb und rot eingefärbt. Anschließend gibt man den Kindern den Pudding zum Kosten und bittet sie, der Farbe den Geschmack zuzuordnen. Welcher Pudding ist ein Waldmeisterpudding, welcher ein Vanille- und ein Erdbeerpudding?

Farben überall

Zur Einstimmung ins Thema Farben lassen Sie die Kinder eine bestimmte Farbe auswählen und ermuntern Sie sie, zum Fest der Sinne Kleidungstücke in der gewählten Farbe zu tragen. Jedes Kind soll auch ein Lebensmittel von zu Hause mitbringen, das ebenfalls die gewählte Farbe hat. Oder führen Sie die „bunte Wochenjause“ ein. Jeden Tag wird eine andere Farbe zur Jause gegessen (am Montag grün, am Dienstag rot, am Mittwoch gelb). Das bringt Bewusstsein für die Farbenvielfalt der Lebensmittel.

Natürliche und künstliche Farbstoffe

Um unsere Esslust anzuspornen, kommen die verschiedensten Zusatzstoffe zum Einsatz, darunter auch zahlreiche Farbstoffe. Die meisten beeinträchtigen die Gesundheit nicht, manche können allerdings Allergien auslösen. Natürliche Farbstoffe gehören in die Gruppe der Vitamine und Provitamine oder Farbstoffe im Gemüse (Chlorophyll, Beta-Carotin). Künstliche Farbstoffe werden synthetisch hergestellt (Tatrazingelb, Cochenillerot etc.).

Kennzeichnung von Farbstoffen

Manche Farbstoffe sind erlaubt, manche nicht. Notwendig sind sie allerdings nicht. Doch wir entkommen der Flut der vielen Zusatzstoffe kaum. Ob und welche Farbstoffe enthalten sind, kann auf der Verpackung nachgelesen werden. Die genaue Kennzeichnung der einzelnen Farbstoffe erfolgt am Ende der Zutatenliste. Hier werden die E-Nummern - oder seltener die Namen - der Zusatzstoffe deklariert. Farbstoffe tragen die Nummern E 100 bis E199. Jedoch fällt nicht jeder Farbstoff unter die Kennzeichnungspflicht.

Die Farbstoff-Detektive

Machen Sie sich mit Ihrer Klasse auf die Suche nach Farbstoffen bei Süßigkeiten für Kinder. In einer E-Nummernliste können Sie nachlesen, ob die enthaltenen Farbstoffe unbedenklich sind oder nicht. Eine Liste aller in der EU zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe finden Sie unter diesem Link: Wikipedia Lebensmittelzusatzstoffe

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu) 
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.