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Einkaufen & Konsum

Schwindel mit der Verpackung?

Informationen und Methoden zum Thema Lebensmittelverpackungen und Verpackungen im Müll.

Lebensmittelverpackungen
© R. Gottwald-Hofer

Verpackung ist keine Erfindung des 20. Jahrhunderts, sie ist so alt wie die Wirtschaft selbst. Mit dem Aufstieg des Handels kam auch der Verpackung immer wichtigere Bedeutung zu. Neben ihrer Funktion, die Ware transport- und lagerfähig zu machen, wird sie heute immer mehr als Werbeträger genutzt.

Verpackung und Müll

Verpackungen machen rund die Hälfte unseres Hausmüll-Volumens aus. 90 % der Verpackungen sind Verpackungen für Lebensmittel. Die Herstellung von Verpackungen erfordert Energie und Rohstoffe, die Entsorgung erfordert ebenso Energie und belastet die Umwelt. Indem wir beim Einkauf unverpackte oder umweltschonend verpackte Lebensmittel bevorzugen, können wir zur Abfallvermeidung/Abfallverminderung beitragen. Derzeit wird allerdings der Müll angehäuft! Einwegverpackungen wie Verbundkartons, Kunststoffflaschen und Aludosen dominieren das Angebot in den Geschäften und sind meist billiger zu haben.

Mogelpackung?

Die Verpackung eines Produktes ist weit mehr als nur die Transporthülle. Die Verpackung bewirkt, dass wir mit dem Produkt bestimmte Vorstellungen verknüpfen wie Qualität, Preis, Markenimage, Umweltfreundlichkeit, Frische etc. Aus der Sicht der Produzenten kann eine üppige Verpackung dazu beitragen, höhere Gewinne zu erzielen.

Lebensmittelverpackung
© Archiv

Verpackte Luft!

Üblicherweise orientieren sich Konsumentinnen und Konsumenten beim Einkauf an drei Dingen:

  • Die Größe der Verpackung
  • Den Preis
  • Die (Handels-)Marke

Mogelpackungen täuschen aufgrund der Größe mehr Inhalt vor und können somit zu einem höheren Preis verkauft werden. Neben der Irreführung und Verteuerung der Ware steigen durch eine größere Verpackung auch die Umweltbelastungen durch höheren Rohstoffeinsatz, höhere Transportkosten sowie höhere Lager- und Müllbeseitigungskosten.

Methode: Lebensmittelverpackungen auf dem Prüfstand!

Die SchülerInnen sollen von zuhause typische Mogelpackungen mitbringen. Besprechen und diskutieren Sie im Unterricht folgende Fragen:
• Wie viel Stück waren tatsächlich in der Verpackung enthalten?
• Welche Farben werden für die Verpackungen gerne verwendet?
• Welche Materialien (Karton, Kunststoff, glänzend, matt…) werden benutzt?
• Wie viel Text und welche Arten von Text sind auf einer Verpackung zu finden?
Zur Nachbereitung lassen Sie die SchülerInnen eigene Verpackungen entwerfen.

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.