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Wasser

Schon einmal vom Virtuellen Wasser gehört?

Virtuelles Wasser ist zwar nicht sichtbar, fließt aber trotzdem in großen Mengen.

Virtuelles Wasser
© Trueffelpix - Fotolia.com

Der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser ist uns nicht fremd. Wir versuchen in verschiedenen Bereichen wie etwa beim Blumen gießen, Geschirr spülen oder Kochen Wasser zu sparen. Die Wassernutzung in den Haushalten macht jedoch nur einen Bruchteil aus: Unmengen an Wasser verbrauchen wir, ohne dass wir den Wasserhahn aufdrehen.

Was ist virtuelles Wasser?

Darunter versteht man jene Wassermenge, die für die Erzeugung eines Produktes in der gesamten Produktionskette verbraucht wird. Das umfasst Anbau oder Abbau der Rohstoffe, Weiterverarbeitung und Beseitigung von Abfällen. In einer Jeans stecken daher unglaubliche 11.000 l Wasser.
Bei der Berechnung von virtuellem Wasser werden drei Bereiche berücksichtigt:

  • Wasser aus Flüssen, Seen und Grundwasser zählen zum blauen Wasser. Es wird bei industriellen Produkten und in der Landwirtschaft verwendet und nicht mehr zurück geleitet.
  • Mit grünem Wasser ist Regenwasser gemeint, das nicht ins Grundwasser sickert, sondern z.B. von Pflanzen aufgenommen wird und später verdunstet.
  • Graues Wasser ist verschmutztes Wasser und jene Wassermenge, die nötig wäre, verschmutztes Wasser so weit zu verdünnen, bis der Grenzwert wieder eingehalten wird.

Produktionsort ist entscheidend

Österreich importiert große Mengen an virtuellem Wasser. Deshalb ist es wichtig bereits beim Einkauf auf regionale und saisonale Lebensmittel und Produkte zu achten, denn das Klima eines Erzeugerlandes spielt eine wesentliche Rolle. Der Wasserbedarf von heimischen Tomaten ist im Sommer bedeutend geringer als etwa in Spanien. Hier stammt das Wasser fast ausschließlich aus intensiver Bewässerung – also blauem Wasser. Versteppung und Verlandung sind die Folge. Richtige Lagerung und genaue Bedarfsplanung verhindern zudem den Weg der Lebensmittel in den Mülleimer.

Nutzungsdauer verlängern

Besonders wasserzehrend sind die Produktion von Fahrzeugen, Computern oder anderen technischen Geräten. Achten Sie beim Einkauf auf die Langlebigkeit der Produkte. Auch Kleidung ist durstig: Baumwolle in Usbekistan benötigt fast doppelt so viel Wasser als in den USA. Bewusster Konsum spart Wasser in Gebieten der Erde, wo es mehr und mehr zu einer knappen Ressource wird.

Beispiel Papier

Schulen sind Papier-Großverbraucher, denn Hefte und Kopien sind im Schulalltag täglich in Verwendung. Ein sparsamerer Umgang reduziert den Wasserverbrauch enorm - immerhin stecken in einem DIN-A4 Blatt Papier rund 10 l Wasser. Altpapier benötigt bei der Herstellung nur 20 l Wasser pro kg, das entspricht 0,1 l Wasser pro Blatt. Doppeltseitiges Ausdrucken oder die nochmalige Verwendung von einseitig beschriebenem Papier hilft noch mehr virtuelles Wasser zu sparen.

Methode: Virtuelles Wasserquiz

Mit dem Virtuellen Wasser- Quiz können Sie die bei der Produktion verbrauchte Menge an Wasser in Form Wassertropfen gängigen Lebensmitteln und Produkten zuordnen.

Weiterführende Links

www.waterfootprint.org
www.virtuelles-wasser.de

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 21919, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at