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Sinneswahrnehmung

Schmecken: Die Geschmacksknospen

Informationen und Anregungen zum "Geschmacks-Training" mit Lebensmitteln.

Die Geschmacksknospen
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Die Geschmacksknospen sind zuständig für unseren Geschmackssinn. Sie sind über unsere Zunge verteilt und unterscheiden in vier Geschmacksrichtungen: Süß, sauer, salzig und bitter. An der Spitze der Zunge schmeckt man süß, an den Seiten sauer, links und rechts neben der Zungenspitze salzig und hinten an der Zunge bitter. Bei den meisten Lebensmitteln nehmen wir mehrere Geschmacksrichtungen gleichzeitig war.

Geschmackslandkarte zeichnen

Füllen Sie 4 Gläser mit salzigem Wasser, Zitronen-Wasser, Zucker-Wasser und Wasser mit Kaffepulver. Die SchülerInnen zeichnen einen Zungenumriss auf ein Blatt und unterteilen sie in die vorgegebenen Geschmackszonen. Mit einer Pipette träufeln sie sich gegenseitig die verschiedenen Wässer auf die entsprechende Zungenzone. Wo schmeckts bitter, salzig, sauer oder süß?

Geschmacksveränderungen

Der Geschmack wird sehr früh in der Kindheit geprägt und darum sehr stark mit Emotionen und Erinnerungen verbunden. Wichtig ist es, in der Kindheit ein reichhaltiges Lebensmittelangebot auszuprobieren, um viele Geschmacksmischungen kennenzulernen. Der natürliche Geschmack von Lebensmitteln wird in unserer Kultur immer mehr durch künstliche Geschmacksrichtungen und Aromastoffe ersetzt. Die Folge ist, dass Jugendliche schon bis zu 20mal intensivere Reize brauchen, um den richtigen Geschmack zu erkennen, als noch vor zehn Jahren.

Den Geschmackssinn trainieren

Pro Quadratzentimeter Zunge hat ein Mensch, der sehr gut schmecken kann, um die 1.100 Geschmacksknospen. Es gibt aber auch Menschen, die nur ca. 11 Geschmacksknospen/ Quadratzentimeter Zunge haben. Der durchschnittliche Mensch liegt zwischen diesen Werten. Besser Schmecken kann trainiert werden. Durch bewusstes Kosten, auch mit geschlossenen Augen, gutem Kauen und überlegen, wonach das, was wir essen, schmeckt.

Blindverkostung
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Blindverkostung

Um die Geschmacksnuancen naturbelassener Lebensmittel kennen zu lernen, sind Bioprodukte sehr gut geeignet. Sie sind oft reifer und haben einen intensiveren und arttypischeren Geschmack. Zur Verkostung mehrere Kostproben vorbereiten, zum Beispiel Obst und Gemüsearten, Brot, Nüsse, Trockenobst, Nudeln, Schokolade usw. Den MitspielerInnen werden die Augen verbunden. Die Spielleitung gibt nun der Reihe nach allen MitspielerInnen Kostproben.

Der Süßtest

Ab wann schmeckt etwas angenehm süß, picksüß oder sauer? Die Schwelle der Süßwahrnehmung ist sehr unterschiedlich ausgeprägt. Für den Süßtest werden Wasser und drei Zuckerlösungen vorbereitet:
• 1 Glas Wasser (250 ml)
• 1 Glas Wasser (250 ml) mit 4 Zuckerwürfel darin aufgelöst
• 1 Glas Wasser (250 ml) mit 9 Zuckerwürfel (entspricht Cola)
• 1 Glas Wasser (250 ml) mit 14 Zuckerwürfel aufgelöst
Die SchülerInnen kosten die Proben und beurteilen dann den Geschmack (angenehm, picksüß, herb oder fad).

Dieser Test lässt sich auch mit Joghurt durchführen. Dafür werden ein Naturjoghurt, ein gekauftes Fruchtjoghurt und ein selbst gemischtes Fruchtjoghurt (auf einen Becher 2 TL Marmelade) vorbereitet.

Redewendungen rund um den Geschmack

In unserer Sprache gibt es viele Sprichwörter, die mit Essen zu tun haben. Lassen Sie die SchülerInnen herausfinden, was dahinter steckt.
• Jemandem Honig ums Maul schmieren
• Sich etwas auf der Zunge zergehen lassen
• Etwas hinunterschlucken
• Wasser predigen und Wein trinken
• Jemandem das Maul stopfen
• Ist eh schon alles Wurst!
• Etwas ist weder Fisch noch Fleisch


Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.