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Jahreskreis

Rezepte im Natur-Jahreskreis: April

Rezepte rund um die Jahreszeiten. Anregungen und Tipps für Volks- und Sonderschulen.

Beim Gärtnern
© Archiv

„April, April macht was er will“ lautet einer der vielen Reime, die wir von unseren Großeltern übernommen haben. Bauernregeln waren der erste Versuch, das Wetter vorherzusagen. Auch ohne die genaue Kenntnis der Meteorologie gelang es den Bauern durch die tägliche Beobachtung der Witterung, Wolken, Pflanzenwachstum und dem Verhalten der Tiere Rückschlüsse auf immer wiederkehrende Wetterereignisse zu ziehen. Diese Erfahrungen über bestimmte jährliche Wetterlagen fassten die LandwirtInnen in den so genannten Lostagen zusammen.

Die Bauern-Reime

Die Bauern und Bäuerinnen versuchten das Wetter vorherzusagen, weil sie abhängig davon waren. War es im Frühjahr zu trocken, konnten die Samen auf dem Feld nicht keimen. War es zu nass, konnte das Heu im Herbst nicht auf den Wiesen trocknen und das Vieh hatte im Winter kein Futter. Das Wetter war überlebenswichtig. Um die selbst beobachteten Rückschlüsse weitergeben zu können überlegten sich die Bauern nette Reime. Nicht alle Bauernregeln taugen heute noch zur Wettervorhersage, da sie zum Beispiel in einem ganz anderen Gebiet der Erde entstanden sind und nur dort zutreffen.

Das Aprilwetter

Die Menschen merkten, dass es immer im Monat April sehr wechselhaftes Wetter gab und verewigten das im Reim "April, April macht, was er will“. Mal schneite, graupelte oder regnete es, kurz darauf schien schon wieder die Sonne. Das Wetter hängt vom Stand der Sonne ab. Im Winter steht die Sonne bei uns tief am Horizont, im Sommer dagegen scheint sie uns direkt auf den Kopf. Im Norden wird es daher im Winter sehr kalt. Wenn die Sonne im Frühjahr höher am Himmel steht, erwärmt sich das Festland in Südeuropa und Afrika kräftig. Nordeuropa erwärmt sich viel langsamer. Dadurch kommt es zu großen Temperaturgegensätzen zwischen Nord und Süd. Die physikalischen Gesetze verlangen es, dass sich solche großen Gegensätze möglichst schnell ausgleichen. Die warme Luft fließt immer zur kalten Luft nach Norden. Wind kommt auf! Das ist der Motor der das ganze Jahr das Wetter macht.

Im April liegt die Grenze zwischen warmer Luft im Süden und kalter Luft im Norden mitten über Mitteleuropa. Die warme Luft mischt und verwirbelt sich mit der kalten Luft. Die warme Luft hat vom Meer her viel Feuchtigkeit mitgebracht, während die kalte Luft aus dem Norden trocken ist. Es entstehen Wolken und Regen. Die vermischte Luft erwärmt sich und steigt auf. In der Höhe kühlt sie wieder ab und sinkt wieder ab und erwärmt sich dabei erneut. Vorhandene Wolken lösen sich auf. So entstehen die für das Aprilwetter typischen Wettererscheinungen der kurzen Schauer, des kräftigen Windes und der sonnigen Abschnitte. Ende April haben sich die starken Temperatur-Gegensätze dann ausgeglichen und das Wetter wird freundlicher.

Rezept im April:

Die Vitaminspender im satten Grün! Kresse schmeckt sehr gut im Salat oder auf einem Butterbrot und ist sehr gesund. Sie enthält viel Eisen und Vitamin C.

Kressenest:
3-4 EL Kressesamen
Ein alter Teller oder Blumenuntersetzer
Wasser
Komposterde oder Sägespäne

Die Kressesamen über Nacht mit Wasser bedeckt quellen lassen. Es entsteht dabei eine breiige Masse. In den Teller füllt man die Komposterde oder Sägespäne und verteilt darauf die Kressemasse. Nun muss man dafür sorgen, dass die Kresse jeden Tag genug Wasser bekommt (am besten mit einer Sprühflasche). Nach einigen Tagen beginnt die Kresse zu spießen. Nach einer Woche ist das Kressenest fertig und kann geerntet werden.

Weitere Rezepte gibt es unter www.soschmecktnoe.at/rezepte.

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.