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Energie & Klima

Optimale Raumtemperaturen in der Schule

Ein wichtiger Behaglichkeitsfaktor in geschlossenen Räumen ist eine angenehme Wärme bzw. Kühle. Gerade im Klassenzimmer ist es wichtig, auf die optimale Temperatur und ausreichend Frischluft zu achten.

Heizungsregelung
© fhmedien_de – Fotolia.com

Die optimale Raumtemperatur richtet sich nach dem Einsatzzweck des Raumes. Räume, in denen man viel Zeit verbringt, unterrichtet oder lernt sind wärmer als Räume, die nicht kontinuierlich genutzt werden.

Überheizung kann negative Folgen haben

Überheizung kann die Gesundheit negativ beeinträchtigen. Hohe Temperaturen führen zu trockener Luft, die die Schleimhäute reizen kann und somit die Infektionsgefahr erhöht. Hohe Energiekosten sind ebenfalls die Folge. Aus gesundheitlicher, ökologischer und finanzieller Sicht ist es daher wichtig, auf die richtige Raumtemperatur zu achten.

Temperatur-Richtwerte für den Schulbereich

Für den Schulbereich gelten folgende Richtwerte für die optimale Raumtemperatur:

  • Arzt- oder Untersuchungszimmer, Umkleideräume, Wasch- und Duschräume:  23°C
  • Unterrichtsräume, Verwaltungsräume, Lehrräume, Bibliotheken:  20°C
  • Garderoben, Pausenhalle, Pausenbereiche, Gänge als Aufenthaltsräume, WC-Anlagen, Turnsäle, Lehrküchen:  18°C
  • Gänge (kein Pausenraum), Windfang:  15°C
  • Fluchtstiegenhaus (abgeschlossen):  10°C
  • Werkstätten und Labors:  Projektspezifisch festzulegen

Quelle: Umsetzungshandbuch Umweltzeichen für Schulen – in Anlehnung an ÖISS, Ökologische Schulbaukriterien, 2006

Messprotokolle führen

Da sich die gefühlte Temperatur von der tatsächlichen Temperatur oft unterscheidet, ist es wichtig, die Raumwärme in den entsprechenden Schulbereichen zu messen und bei Über- oder Unterschreitung der Temperatur entsprechende Maßnahmen zu setzen. Im Rahmen eines Projekts können auch Schülerinnen und Schüler für diese Aufgabe eingeteilt werden. Je Klasse werden Energiebeauftragte bestimmt. Diese führen eine Woche lang ein Messprotokoll, in das mehrmals täglich zur selben Uhrzeit die Temperatur und die Rahmenbedingungen (z.B. Sonneneinstrahlung) eingetragen werden. Für andere Schulbereiche (Gang, Aula, usw.) geht man ebenso vor. Nach einer Woche wechseln die Personen. Nach einem Beobachtungszeitraum von mehreren Wochen werden die Ergebnisse ausgewertet, Maßnahmen überlegt und mit den Verantwortlichen (z.B. SchulwartIn) besprochen.

Automatische Temperaturregelung

Optimal ist eine automatische Raumtemperaturregelung in der Schule, die auch eine Absenkung in der Nacht, am Wochenende oder in den Ferien steuert. Eine Temperaturabsenkung um durchschnittlich 1°C reduziert die jährlichen Heizkosten um 6 %!

Richtig Lüften

Auch wenn es im Winter kalt ist, darf nicht auf das Lüften vergessen werden! Das Fenster in der Pause zu öffnen reicht meistens nicht aus. Die Dauer der Lüftung einer Schulklasse  richtet sich nach der Lüftungsart:
Stoßlüftung: 5 – 10 Minuten, alle 10-15 min notwendig
Querlüftung: 1 – 5 Minuten, alle 15 min notwendig
Auf gekippte Fenster sollte im Winter verzichtet werden, da ein vollständiger Luftwechsel bis zu einer Stunde dauert und somit viel Energie verloren geht.

Weiterführende Links und Downloads:

Dicke Luft im Klassenzimmer

Arbeitsblatt Schulheizsystem

eNu: Richtig Lüften und Raumluftqualität

Umweltzeichen: Checklisten und Vorlage für Messprotokoll

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.

Letzte Aktualisierung: 08.08.2017