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Boden

Methode: Fühlprobe oder Rollprobe

Boden ist nicht gleich Boden. Die Bodenart lässt sich aber einfach bestimmen. Hier ist die Anleitung mit Tipps und Hintergrundinformationen.

Fühlprobe oder Rollprobe
© Archiv

Ein Blick in den Untergrund zeigt: Jeder Boden ist verschieden. Die Gesteinsart, die Zeitspanne der Bodenbildung und das Klima der Region haben Auswirkungen auf die Art des Bodens. Je nachdem, wie diese Faktoren ausgebildet sind, kommt es zur Entstehung unterschiedlicher Bodenarten.

Die Bestandteile des Bodens

Der Boden besteht – grob gesagt – aus einem Gemisch verschiedener Teilchen, die sich durch unterschiedliche Größen unterscheiden. Man unterscheidet den Grobboden mit Körnchen größer als 2 mm (Kies, Steine oder Geröll und Blöcke) und den Feinboden, der Bestandteile kleiner als 2 mm aufweist. Sand ist dabei der gröbste Bestandteil, Schluff ist mittelgroß und Lehm ist ganz fein.

Die Bodenart bestimmen

Die Bodenarten unterscheiden sich durch den unterschiedlichen Anteil an Sand, Schluff und Ton. Mit der Fühl- oder Rollprobe lässt sich die Bodenart einfach bestimmen. Man benötigt dazu einen mittelfeuchten Boden und die Anleitung zur Fühl- oder Rollprobe.

Anleitung Fühlprobe oder Rollprobe

Praktische Hinweise für die Umsetzung

Für diese Methode sollte man abwaschbare Unterlagen verwenden, auf der die Bodenproben verteilt werden können. Wasser zum Waschen der Hände bzw. zum Ausspülen ist empfehlenswert.

Zum Vergleich der unterschiedlichen Bodenarten sollten im Vorfeld mehrere Bodenproben gesammelt werden, die von unterschiedlichen Äckern in unterschiedlichen Regionen stammen. Sie sollten sich in Farbe und Aussehen unterscheiden. Bodenproben kann man gut in einem verschließbaren Gefäß aufbewaren. Achtung vor Schimmelbildung bei zu feuchtem Boden! Besser ist es, den Boden trocknen zu lassen und ein paar Tage vor der Verwendung mit Wasser frisch anzufeuchten.

Hintergrundinformationen zu den Bodenarten

Nach der Untersuchung kann man die Böden in Sand, Lehm oder Ton bzw. deren Zwischenstufen, lehmiger Sand, sandiger Lehm oder lehmiger Ton unterscheiden. Diese Bodenarten unterscheiden sich im Nährstoffgehalt, in der Wasserspeicherfähigkeit und in der Bearbeitungsfähigkeit.

Je sandiger ein Boden ist, desto schneller sickert das Wasser durch und trocknet der Boden aus und wird hart, aber desto leichter lässt er sich auch bearbeiten. Er ist nährstoffärmer, aber gut durchlüftet (=leichter Boden).

Je toniger ein Boden ist, desto länger bleibt das Wasser im Boden. Er ist auch nährstoffreich, aber sehr dicht und dadurch schlechter belüftet und lässt sich auch schwerer bearbeiten (=schwerer Boden).

Jede Pflanze hat für das optimale Wachstum bestimmte Ansprüche an den Boden. Es ist wichtig, die Auswahl der Kulturpflanzen und die Bodenbearbeitung auf den Boden abzustimmen. Durch entsprechende Bodenpflege (z.B. Gründüngung, Düngung mit Kompost oder ganzjährige Bodenbedeckung) lassen sich Böden auch verbessern. Lehmböden bieten die besten Voraussetzungen für die meisten Kulturpflanzen, da sie die positiven Eigenschaften beider Fraktionen (Sand und Boden) vereinen.

Das internationale Jahr des Bodens 2015

Die Vereinten Nationen haben 2015 das Internationalen Jahr des Bodens ausgerufen. Aus diesem Anlass stellen wir jeden  Monat ein Arbeitsblatt, ein Spiel oder eine interessante Methode zum Boden für den Unterricht vor. Zusätzlich finden Sie auf Naturland NÖ Wissenswertes rund ums Thema Boden und immer wieder Gewinnspiele mit attraktiven Preisen.

Weiterführende Links

Naturland Niederösterreich: Internationales Jahr des Bodens
Initiative Unser Boden - wir stehen drauf: www.unserboden.at
eNu: Angebote zum Thema Natur und Boden
Weitere Materialien & Methoden zum Boden

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.