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Boden

Methode: Der Boden als Schadstofffilter

Eine Funktion des Bodens ist das Filtern von Schadstoffen. Mit einem einfachen Versuch kann diese wichtige Eigenschaft im Klassenzimmer veranschaulicht werden.

Filterversuch Boden
© G. Stradner

Wenn Niederschlagswasser auf den Boden fällt, kann es durch diverse Schadstoffe verunreinigt sein, die aus der Luft ausgewaschen werden oder von Oberflächen abgewaschen werden. Diese können das Grundwasser und somit unser Trinkwasser verschmutzen. Böden mit hohem Filtervermögen reinigen Niederschlagswässer. Aber welche Bodenarten zählen dazu?

Methode: Filterversuch mit blauem Schmutzwasser

Material: Verschiedene Bodenproben (lehmige und sandige Böden, möglichst gleicher Feuchtegehalt), leere PET-Flaschen mit Schraubdeckel, Filterpapier, Schere, dicke Nadel oder Nagel, Messbecher, blaue Farbe (z.B. Tinte oder Lebensmittelfarbe), wenn vorhanden: Gestell, um die Flaschen senkrecht aufzustellen und Auffangbehälter.

Vorbereitungen: Die PET-Flaschen werden in der Mitte auseinander geschnitten. Der obere Teil wird mit dem Schraubdeckel verschlossen. In den Schraubdeckel sticht man ein Loch und legt ein Stück Filterpapier ein, damit das Loch nicht verstopft. Die Flaschen werden nun mit dem Flaschenhals nach unten senkrecht in das Gestell gesetzt. Hat man kein Gestell zur Hand, kann man die Flaschen auch in die abgeschnittenen unteren Hälften der PET-Flaschen stellen.

Ablauf: Die Flaschenfilter werden nun zu 2/3 mit verschiedenen Böden gefüllt (pro Flasche eine Bodenart). Dann wird möglichst gleichzeitig Mittels Messbecher je 100ml blaues „Schmutzwasser“ in die Flaschen geleert.

Fragestellungen und Beobachtungen zum Filterversuch

  • Aus welchem Boden tritt zuerst Flüssigkeit aus?
  • Wie viel der 100 ml Schmutzwasser ist je Bodenart im Auffangbehälter angekommen?
  • Welche Farbe hat die gefilterte Flüssigkeit?
  • Welcher Boden hat die beste Filterwirkung?

Erklärung der Filterwirkung

Das gefärbte Schmutzwasser sickert durch den Boden und wird gefiltert, d.h. die blauen Farbpartikel bleiben in den Feinporen und an den Humusteilchen hängen. Außerdem wird Wasser gespeichert. Je nach Bodenart ist die Entfärbung (Filterwirkung) und Wasserspeicherung unterschiedlich. Lehmige und humusreiche Böden filtern und speichern am besten. Stark sandige Böden filtern oder speichern wenig bis gar kein Schmutzwasser.

Schadstoffe, die im Boden hängen bleiben, werden teilweise durch Mikroorganismen abgebaut und somit unschädlich gemacht. Es gibt aber auch Stoffe, die sich anreichern und den Boden auf Dauer vergiften.

Variationen des Filterversuchs

Der Versuch kann auch mit anderen „Schadstoffen“ wiederholt werden, wie Essig, Kaffee, Salz- oder Zuckerlösung. Am besten wird dabei immer eine frische Erdprobe verwendet. Statt der Farbe beurteilt man den Geruch bzw. pH-Wert oder eventuell den Geschmack des Filterwassers.

Bodenwissen

Hintergrundinformationen zum Boden und Bodenwissen finden Sie auf zahlreichen Webseiten. Zusätzlich finden Sie auf Naturland NÖ monatlich neu Wissenswertes rund ums Thema Boden und immer wieder Gewinnspiele mit attraktiven Preisen.

Weiterführende Links

Naturland Niederösterreich: Internationales Jahr des Bodens
Initiative Unser Boden - wir stehen drauf
eNu: Angebote zum Thema Natur und Boden
Weitere Materialien & Methoden zum Boden

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.