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Luft und Wir

Ohne Luft kein Leben. Zumindest wenn man kein anaerober Tiefseeknorpelfisch ist. Aber was genau ist Luft überhaupt und warum ist es so wichtig, dass wir saubere Luft einatmen?

Kind atmet frische Luft
© hiddencatch - Fotolia.com

Luft ist unsichtbar und doch überall. Sie ist ein Gemisch aus verschiedenen Gasen.  Mit 78 % ist Stickstoff (N2) der Hauptbestandteil. Nur 21 % der Luft besteht aus Sauerstoff (O2) und 1 % aus anderen Gasen.
Es reicht aber nicht, wenn die Luft nur "da" ist - sie muss auch sauber sein, damit Mensch und Natur sie nutzen können.

Und das ist wichtig, denn immerhin machen wir als Erwachsener rund 15 Atemzüge pro Minute. Ein Schulkind benötigt sogar doppelt so viel.

67 Badewannen voller Luft

Pro Atemzug atmen wir ca. einen halben Liter Luft ein, das sind rund 10 Liter Luft pro Minute beim Erwachsenen. Bei Kindern sind es rund 20 Liter/Minute. Je ruhiger wir sind, desto weniger Atemzüge machen wir – je aufgeregter (Sport, Prüfungen, etc.) desto häufiger. Pro Tag atmen wir als Erwachsene im ruhigen Zustand ca. 21.200 mal, das heißt wir veratmen jeden Tag durchschnittlich 12.000 Liter Luft. Das entspricht dem Inhalt von rund 67 Badewannen.

Der größte Anteil der Luft, der eingeatmet wird, wird unverändert wieder ausgeatmet. Die Luft dient bei der Atmung im Wesentlichen als Transportmittel für Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2). Wir atmen also Sauerstoff ein und Kohlenstoffdioxid (CO2) aus (O2 verbindet sich mit Kohlenstoff C aus der Nahrung zu CO2).

Feinstaub - Unsichtbare Gefahr in der Luft

Die Gefahr des Feinstaubes ist vor allem durch die geringe Größe gegeben. Partikel die kleiner als 0,01 Millimeter sind, können die Atemwege schädigen, so wie Krankheiten und Herzinfarkte verursachen.

Verursacht wird Feinstaub vor allem durch menschliches Handeln:  Emissionen aus Kraftfahrzeugen, Kraft- und Fernheizwerken, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern, bei der Metall- und Stahlerzeugung oder auch beim Umschlagen von Schüttgütern. Er kann aber auch natürlichen Ursprungs sein (beispielsweise als Folge von Bodenerosion). In Städten ist der Straßenverkehr die dominierende Staubquelle. Dabei gelangt Feinstaub nicht nur aus Motoren – vorrangig aus Dieselmotoren – in die Luft, sondern auch durch Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch die Aufwirbelung des Staubes von der Straßenoberfläche. Eine weitere Quelle ist die Landwirtschaft.

Feinstaub auf Reisen

Und die Luftschadstoffe sind viel unterwegs. Sie wirken oft nicht nur am Ort ihrer Entstehung, sondern sie können weite Strecken in der Luft zurücklegen. Feinstaubpartikel können z.B. viele Tage bis Wochen in der Luft bleiben, sich dabei mit anderen Schadstoffen verbinden und bis zu 1.500 km fliegen. Deshalb sind die Immissionen, also die Schadstoffe, die auf die Menschen und die Umwelt einwirken, nicht immer dieselben, die ursprünglich freigesetzt worden sind. Auch im Tagesverlauf kann es zu unterschiedlichen Schadstoffkonzentrationen kommen z.B. während des Früh- und Abendverkehrs.

Wichtig: Je nach Feinstaubgröße haben die Verursacher unterschiedlich hohen Anteil an der Verschmutzung.

Belastung im Klassenzimmer

Selbst in Klassenräumen kann die Belastung durch Feinstaub zum Teil sehr hoch sein. Schuld ist hierfür der Staub durch die Tafelkreiden, Haut- und Haarpartikel. Um die Belastung möglichst gering zu halten, darf aufs richtige Lüften nicht vergessen werden. Auch das feuchte Wischen der Tafel und des Klassenbodens schafft Abhilfe.

Weiterführende Links

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Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at