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Ernährung

Kaulquappen-Keimlinge selbst ziehen

Wie schaut ein Keimling aus? Was brauchen Pflanzen zum Wachsen? Jetzt im Frühling ist die beste Zeit, um die Keimung von Pflanzen zu beobachten. Hülsenfrüchte bieten sich gut dazu an. Mit Linsen kann man kleine "Kaulquappen" ziehen, die dann gleich in selbst gemachten Burgern verspeist werden können.

gekeimte Linsen
© Deyan Georgiev – Fotolia.com

Hülsenfrüchte sind voller wertvoller Inhaltsstoffe. Lässt man diese keimen, so werden daraus kleine „Nährstoffraketen“! Der Keimvorgang vervielfacht den Gehalt an B-Vitaminen in Linsen und anderen Samen. Im Schulalltag sind B-Vitamine in der Nahrung besonders wertvoll, weil sie für ein funktionierendes Nervensystem sorgen und gute Nerven tun LehrerInnen und SchülerInnen gleichermaßen gut.

Der Keimling

Keimling ist der botanische Begriff für ein junges Pflänzchen, das die Samenschale durchbricht. Das Nährgewebe des Samens liefert die Kraft für den Wachstumsprozess. Einer Pflanze beim Wachsen zuzusehen, zählt wohl zu den faszinierendsten Schauspielen, das uns die Natur liefert. Die Verantwortung für ein eigenes Pflänzchen, wenn es auch noch so klein ist, zu übernehmen, tut Kindern gut und lässt das Butterbrot mit Keimlingen doppelt und dreifach so gut schmecken.

Keimlinge aus eigener Anzucht

Zur Anzucht eignen sich von den Hülsenfrüchten sehr gut Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Sojabohnen, Mungbohnen und Adzukibohnen. Keimlinge selbst zu ziehen ist einfach und preiswert. Genügend Licht, Wärme und Feuchtigkeit sind dabei die Erfolgsfaktoren. Werden die Keimlinge zweimal täglich (Kichererbsen und Sojabohnen sogar 3 - 4  mal täglich) mit Wasser gespült, kann Kohlendioxid, das bei der Keimung entsteht, entweichen. Die Pflänzchen werden mit Wasser und frischem Sauerstoff versorgt. Eine Investition in spezielle Keimgefäße (im Handel gibt es verschiedene Modelle) lohnt sich für eine Schulklasse und unterstützt die Freude am Experimentieren. Diese Keimgeräte haben den Vorteil, dass die Keimlinge leicht gespült werden können und danach genug Feuchtigkeit im Gefäß bleibt. Durch ihr geschlossenes System wird Wärme gespeichert und das begünstigt den Keimungsprozess. Gekeimte Linsen könne schon nach 2-3 Tagen geerntet werden. Etwas länger dauert es zum Beispiel bei Mungbohnen (ca. fünf Tage).

Kaulquappen aus Linsen ziehen

Rohe Linsen sind unverdaulich, aber gekeimt sind sie ein Genuss. Besonders geeignet sind hierfür die kleineren Linsensorten, nicht aber die geschälten roten oder gelben Linsen.
Die Samen werden zunächst 12 Stunden in lauwarmem Wasser vorgequollen, dann abgespült und in ein Keimgefäß gefüllt. Wenn Sie keine Keimfrischbox besitzen, füllen Sie die gespülten Linsen in ein Einmachglas. Dieses wird mit einem Stück Stoff und einem Gummiring verschlossen und mit der abgedeckten Öffnung nach unten schräg gestellt, damit sich keine Staunässe bildet. Morgens und abends die Linsen mit Wasser spülen und abgießen.
Nach 3 Tagen sehen die Linsenkeimlinge wie kleine Kaulquappen aus. Sie schmecken leicht nussig und werden roh oder blanchiert weiter verwendet.

„Kaulquappen-Burger“

Wer hat schon einmal „Kaulquappen“ in einem Burger gegessen? Ein Weckerl, Butter, weitere beliebige Zutaten und natürlich Linsenkeimlinge sind die Basis für einen „Kaulquappen-Burger“.
Wer kreiert den besten Burger? Die SchülerInnen können einen „Burger-Bewerb“ starten und somit auf lustvolle Art und Weise mit Hülsenfrüchten und deren Keimlingen experimentieren.

Downloads

Tafelbild: Der Keimling

Tafelbild: Das brauchen Pflanzen zum Wachsen

Arbeitsblatt: Was Pflanzen brauchen - 1.-2. Klasse

Arbeitsblatt: Was Pflanzen brauchen - 3.-4. Klasse

Jeden Monat Infos und Praxis für den Unterricht

Zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte stellen wir jeden Monat interessante Informationen, Arbeitsunterlagen, Bastelanleitungen, Rezepte, Spiele oder Methoden vor, um das Thema informativ und praktisch im Unterricht umsetzen zu können.

Internationales Jahr der Hülsenfrüchte 2016

Die Welternährungs-Organisation der Vereinten Nationen (FAO) hat das Jahr 2016 unter dem Motto Saatgut zum Essen für eine nachhaltige Zukunft (nutritius seeds for a sustainable future) als internationales Jahr der Hülsenfrüchte (International Year of Pulses) deklariert.

Weiterführende Links

Das Jahr der Hülsenfrüchte 2016: Vergangene Beiträge nachlesen

International year of pulses 2016

Weitere Materialien & Methoden für den Unterricht

eNu: Informationen zu Ernährung und Kulinarik

Website: So schmeckt NÖ

Weitere Downloads für den Unterricht

Wir leben nachhaltig: Tipps zu Sprossen

Wir leben nachhaltig: Fotostrecke "Sprossen selber ziehen"

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.