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Ernährung

Hülsenfrüchte – Grundlagen zum internationalen Jahr

In einem kurzen Porträt stellen wir hier die Hülsenfrüchte vor, die von der UNO 2016 besonders hervorgehoben werden. Wie man bereits im Unterricht behandelte Informationen spannend wiederholen kann, zeigen wir anhand des Fangspiels „Eulen und Krähen“.

Hülsenfrüchte
© P. Nemec

Jeder kennt sie, Erbsen, Bohnen & Co, aber Hülsenfrüchte sollten durch ihre zahlreichen positiven Eigenschaften einen viel größeren Stellenwert in der Ernährung und Landwirtschaft haben.

Als Einstieg: Hülsenfrüchte aus botanischer Sicht

Hülsenfrüchte (oder Leguminosen) gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae) und zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen. Sie sind eine der artenreichsten Pflanzenfamilien. Nach der Blüte wird meistens eine Hülsenfrucht gebildet, die sich an der Bau- und Rückennaht öffnen lässt. Eine Besonderheit dieser Pflanzen ist, dass sie Wurzelknöllchen haben, die Stickstoff speichern können, da diese eine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien eingehen.

Die Bedeutung von Hülsenfrüchten als Nahrungsquelle

Es gibt sehr viele Hülsenfrüchte, die gegessen werden können, wie Bohnen, Erbsen, Linsen, Kichererbsen, Sojabohnen, Lupinen, Erdnüsse oder Platterbsen (Wicken). Teilweise werden sie schon seit Beginn des Ackerbaus von den Menschen kultiviert, wie zum Beispiel die Linse, die schon vor mehr als 7000 Jahren genutzt wurde.

Vorteile der Hülsenfrüchte für die menschliche Ernährung sind, dass sie gesund und sehr proteinreich sind, weltweit angebaut werden können und große Erträge auf kleiner Fläche liefern. Durch den hohen Eiweißgehalt sind sie als Fleischersatz wichtig für die vegetarische und vegane Ernährung. Sie liefern aber auch Ersatzprodukte bei diversen Unverträglichkeiten (z. B. Brot aus Lupinensamen bei Zöliakie). Als Eiweißquelle, die aber umweltverträglich und günstig erzeugt werden kann, sind Hülsenfrüchte eine wichtige und zukunftsweisende Fleischalternative.

Hülsenfrüchtler in der Landwirtschaft

Hülsenfrüchtler sind durch ihre stickstoffbindende Eigenschaft als natürlicher Gründünger in der Landwirtschaft wichtig. Außerdem liefern Sie wertvolles Eiweiß in der Viehhaltung als Futterpflanzen (z.B. Lupinen, Soja).

Methode: Eulen und Krähen

Nach einem inhaltlichen Input kann man mit dieser Methode Wissen mit (größeren) Gruppen wiederholen. Für dieses Fangspiel werden zwei gleich große Gruppen gebildet, die sich in Reihen gegenüber aufstellen (Reihe Eulen und Reihe Krähen). In einer angemessenen Entfernung hinter den Reihen befindet sich jeweils ein Zielbereich, der mit Kreide oder Seilen markiert wird. Die Eulen sind weise und reagieren auf wahre Aussagen. Die Krähen sind listig und reagieren auf falsche Aussagen. Die Spielleitung macht eine Aussage, wie ´“Erbsen sind blau“. Da es sich um eine falsche Aussage handelt, müssen die Krähen versuchen die Eulen zu fangen, bevor diese sich hinter ihrer Ziellinie in Sicherheit gebracht haben. Bei einer wahren Aussage sind die Eulen die Fänger. Gefangene Personen wechseln zur anderen Gruppe und eine neue Runde wird gestartet.

Mögliche Fragen:

  • 2016 ist das internationale Jahr der Hülsenfrüchte – wahr
  • Knallerbsen sind Hülsenfrüchte – falsch
  • Wurzeln von Hülsenfrüchtlern können Stickstoff speichern – wahr
  • usw.

Internationales Jahr der Hülsenfrüchte 2016

Die Welternährungs-Organisation der Vereinten Nationen (FAO) hat das Jahr 2016 unter dem Motto Saatgut zum Essen für eine nachhaltige Zukunft (nutritius seeds for a sustainable future) als internationales Jahr der Hülsenfrüchte (International Year of Pulses) deklariert.

Weiterführende Links

International year of pulses 2016

Weiter Materialien & Methoden für den Unterricht

eNu: Informationen zu Ernährung und Kulinarik

so schmeckt NÖ: Rezepte zu Erbsen, Fisolen & Co.

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
NähereInformationen zur eNu auf www.enu.at.