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Nachberichte

FußgängerInnen-Tagung 2009

Die zweite FußgängerInnen Tagung mit dem Motto "Gehen geht sicher und bewegt" fand am 11.September 2009 in Krems-Stein statt.

Publikum
© A. Huber

Gehen ist die natürlichste, einfachste Fortbewegung und die Basis für alle anderen Formen von Mobilität. Im Alltag werden die Bedürfnisse von FußgängerInnen jedoch leicht übersehen. Damit das zu Fuß Gehen mit allen Facetten wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein rückt, fand am 11. September die Tagung „Gehen geht sicher und bewegt“ statt.
Mehr als 50 begeisterte FußgängerInnen versammelten sich im Haus der Regionen in Krems-Stein. Bei der Tagung „Gehen geht sicher und bewegt!“ drehte sich alles um die vielen positiven Seiten des zu Fuß Gehens und um die nötigen Rahmenbedingungen für ein sicheres Geh-Vergnügen.

FußgängerInnen-Anteil steigern

Derzeit liegt der FußgängerInnen-Anteil am Gesamtverkehrsaufkommen bei 16 Prozent. Die meisten Wege (über 50%) werden mit dem Auto bestritten. Dabei sind viele Wege so kurz, dass man sie leicht zu Fuß zurücklegen könnte. Viele Kinder werden von der Haustüre zur Schultüre mit dem Auto gebracht. Dabei ist in Ostösterreich für 64% der Volksschulkinder die Schule maximal einen Kilometer entfernt! Wir wollen Kinder und ihre Eltern motivieren den Schulweg zu Fuß zurückzulegen, denn gerade für Kinder ist Bewegung enorm wichtig.

Sicherheit für FußgängerInnen

Natürlich ist, vor allem am Schulweg, die Verkehrssicherheit das wichtigste Thema. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen sind laut DI Christian Kräutler (Kuratorium für Verkehrssicherheit) einerseits Infrastrukturmaßnahmen notwendig, andererseits sind die AutofahrerInnen und auch die FußgängerInnen selbst gefordert! Ihnen rät er zum Beispiel:

  • Helle und reflektierende Kleidung zu tragen
  • Blickkontakt mit dem Autolenker/ der Autolenkerin zu halten
  • Den sichersten und nicht den kürzesten Weg zu wählen
  • Nie „blind“ auf den Vorrang zu vertrauen

Gut für Körper und Seele

Wer viel und gerne zu Fuß geht, tut sich auf jeden Fall etwas Gutes! Dr. Klaus Renoldner, Gemeindearzt von Neupölla, hält Gehen für die beste Vorsorge: „Gehen wirkt lindernd auf Herz-Kreislauferkrankungen, insbesondere Bluthochdruck, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen und Nierenschädigung. Der Stoffwechsel wird angeregt, Ostoporose und Knochenerkrankungen vorgebeugt und Gehen bei jeder Jahreszeit stärkt das Abwehrsystem im Allgemeinen!“
Außerdem wirkt der Aufenthalt an der frischen Luft und das Zusammentreffen mit anderen SpaziergängerInnen positiv auf die Psyche. Das bestätigte auch Dr. Markus Schlagnitweit (Leiter der katholischen Sozialakademie) in seinem Vortrag „Gehen um zu leben. Gehen als Grundvollzug individuellen und sozialen Menschseins“.

Vortrag Gregor Sieböck
© A. Huber

Abenteuer Gehen

Dass Gehen auch mit Abenteuer und Entdeckungslust verbunden ist, bewies schließlich WELTENwanderer Gregor Sieböck in einem spannenden Vortrag zum Abschluss der Tagung. Er legte in drei Jahren 17.500 km zurück und sammelte auf seiner Wanderung nicht nur interessante Eindrücke, sondern er lernte auch viel über den einfachen, ökologischen Lebensstil.

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Vortrag DI Christian Kräutler KfV

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.