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Ernährung

Drei Schwestern - Anbautipps für Schulgarten und Kindergarten

Mais, Bohnen und Kürbis sind die drei Schwestern im Beet, die sich beim Wachsen und Gedeihen gegenseitig unterstützen. Holen Sie Sich Tipps zu Anbau, Pflege und Verarbeitung dieser drei Pflanzen im Garten Ihres Kindergartens oder Ihrer Schule!

Kinder gießen Pflanzen
© clipdealer

Ein Stück Natur in Kindergarten oder Schule zu holen, Pflanzen beim Wachsen zuzusehen, ist ein wertvolles Gut für Kinder. Die Verantwortung für Pflänzchen und deren Gedeihen zu übernehmen kann einer Gruppe von jungen Menschen viel Freude bereiten und stärkt die Achtung vor der Natur.

Erbsen und Zuckermais werden oft rasch auf einem Stück Pizza verspeist. Kinder erleben wie Dosen oder Tiefkühlpackerl geöffnet werden und in den Kochtopf wandern. Ein Sinneserlebnis ist es jedoch, Erbsen von einer Pflanze zu naschen. Die Erinnerung an die selbst geerntete Erbse folgt beim nächsten „Risi Bisi“-Essen.

Die drei Schwestern

„Die drei Schwestern im Indianerbeet“ klingen nach einem Märchen und bezeichnen doch eine Pflanzenkombination aus Mais, Bohnen und Kürbis. Die Besonderheit dieser 3 Pflanzen liegt in ihrer Symbiose. Der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe, die Bohnen oder Erbsen wiederum liefern dem Mais den benötigten Stickstoff, während die Blätter des Kürbisses den Boden beschatten und einen Schutzschirm bilden.

Ein „3 Schwestern-Beet“ anlegen

Im Kindergarten oder in der Schule wird eine Gartenfläche von 1,2 mal 1,2 Meter benötigt.
Ende April werden drei Reihen Mais (z.B. Zuckermais), in Reihenabstand 50 cm und Pflanzenabstand 35 – 40 cm, gesät. Das Beet wird mit einer Folie bedeckt, um die Pflanzen vor Kälte zu schützen. Bei warmem Wetter wird die Schutzhülle entfernt. Wenn der Mais etwa 10 cm hoch ist, werden die Bohnen rund um eine Maispflanze in die Erde gelegt. Zuckererbsen empfehlen sich besonders für ein „3 Schwestern-Beet“ im Garten des Kindergartens oder der Schule, weil ihr süßlicher Geschmack Kinder begeistern kann. Der Kürbis darf gleich von Anfang an ins Beet gepflanzt werden. Eine gute Sorte für kleine Beete ist der Butternuss-Kürbis.

Pflege und Ernte von Mais, Erbsen und Kürbis

Im Kindergartenalltag und in den Unterricht können Gießen und Jäten leicht eingebaut werden. Ein Plan, wer wofür zuständig ist, erleichtert den Kindern Verantwortung für ihr Beet zu übernehmen. Beikraut landet auf dem Kompost. Essbare Pflanzen, die ungebeten mitwachsen, wie zum Beispiel die Vogelmiere, schmecken herrlich auf einem Butterbrot und liefern noch dazu Vitamin C. Zuckererbsen können noch im Frühsommer geerntet werden. Mais und Kürbis werden erst im Spätsommer reif. Die Pflege über die Sommerferien bedarf einer gewissen Organisation. Tägliches Gießen ist nicht notwendig, lange Trockenperioden aber können die Pflanzen schädigen.
Ein Erntedankfest zu Beginn des neuen Kindergarten- oder Schuljahres runden das Gartenprojekt „die 3 Schwestern“ ab und ermöglichen einen feierlichen und genussvollen Abschluss.

Jeden Monat Infos und Praxis für den Unterricht

Zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte stellen wir jeden Monat interessante Informationen, Arbeitsunterlagen, Bastelanleitungen, Rezepte, Spiele oder Methoden vor, um das Thema informativ und praktisch im Unterricht umsetzen zu können.

Internationales Jahr der Hülsenfrüchte 2016

Die Welternährungs-Organisation der Vereinten Nationen (FAO) hat das Jahr 2016 unter dem Motto Saatgut zum Essen für eine nachhaltige Zukunft (nutritius seeds for a sustainable future) als internationales Jahr der Hülsenfrüchte (International Year of Pulses) deklariert.

Weiterführende Links

Das Jahr der Hülsenfrüchte 2016: Vergangene Beiträge nachlesen

International year of pulses 2016

Weitere Materialien & Methoden für den Unterricht

eNu: Informationen zu Ernährung und Kulinarik

Website: So schmeckt NÖ

Downloads für den Unterricht

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.