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Mobilität

Die erste große Prüfung: der Schulweg

Gehen ist gesund und klimafreundlich. Der Schulweg ist für viele Kinder der erste Schritt in die Selbstständigkeit. Die eNu hat zehn Tipps für den Schulweg gesammelt, damit Ihre Kinder gut vorbereitet und sicher zur Schule kommen.

Mutter und Sohn überqueren Zebrastreifen
© Dieter Hawlan - Fotolia.com

Den Schulweg zu Fuß zurück zu legen ist gesund und verringert Abgase, Feinstaub und Lärm. Durch den bewussten Verzicht aufs "Elterntaxi" wird das Umweltbewusstsein der Schülerinnen und Schüler gefördert. Außerdem erlernen die Kinder Verkehrskompetenz und soziale Fähigkeiten. Damit die ersten Schritte auch gut funktionieren, ist ein Schulweg-Training unbedingt erforderlich.

1. Den Kindern ein gutes Vorbild sein

Den Kindern stets ein gutes Vorbild zu sein und die Verkehrsregeln einzuhalten, ist mit Abstand der wichtigste Beitrag für einen sicheren Schulweg. Egal, ob es dabei um das Stehenbleiben bei einer roten Ampel oder das Warten vor dem Zebrastreifen geht. Kinder nehmen diese Handlungen bewusst und unbewusst wahr.

2. Sicherheit geht vor

Wählen Sie den sichersten Weg zur Schule anstatt den kürzesten. Mit einem kleinen Umweg können Gefahrenstellen häufig umgangen werden.

3. Den Schulweg gemeinsam üben

Wenn der Schulweg rechtzeitig und ausreichend trainiert wird, kann potenziellen Gefahren buchstäblich „aus dem Weg gegangen“ werden. Das alleinige Einüben der Wegstrecke ist nicht ausreichend. Die Kinder müssen selbstständig denken lernen. Lassen Sie sich als Elternteil von den Kindern führen, um zu überprüfen, ob die Kleinen alles verstanden haben und ob sie Gefahrenquellen auch ohne Hilfestellung erkennen.

4. Den Blickwinkel des Kindes einnehmen

Kinder sind klein und werden von anderen VerkehrsteilnehmerInnen leicht übersehen. Außerdem ist ihr Blickwinkel stark eingeschränkt. Nehmen Sie bei schwierigen Passagen die Perspektive des Kindes ein, um dessen eingeschränkte Sicht und Gefahrenquellen besser wahrnehmen zu können.
Ein Lenker oder eine Lenkerin bleibt nur stehen, wenn er oder sie das Kind auch sieht. Schlecht einsehbare Stellen zwischen parkenden Autos oder neben Sträuchern sind zum Überqueren der Straße absolut ungeeignet!

5. Zebrastreifen sind keine Garantie für Sicherheit

Der „Schutzweg“ ist eigentlich keiner. Erst wenn die AutofahrerInnen das Kind sehen und in beiden Fahrtrichtungen stehen bleiben, ist ein sicheres Überqueren möglich. Macht sich das Kind durch Ausstrecken eines Armes bemerkbar, erkennen AutofahrerInnen, dass das Kind die Straße überqueren will. Durch Blickkontakt weiß das Kind, dass es gesehen wurde.

6. Grün reicht nicht!

Auch wenn die Fußgängerampel grün zeigt: Erst schauen, dann gehen! Kreuzungen sind komplexe Verkehrssituationen. Kinder dürfen sich nicht auf das Grün verlassen, sondern müssen lernen, dass Abbieger trotzdem fahren könnten. Wenn die Ampel auf einmal auf rot springt: zügig weiter gehen.

7. Kurze Merksätze sind besser als lange Erklärungen

Verwenden Sie kurze Merksätze wie „Rot heißt Halt“ statt ausführliche Erklärungen. „Links – rechts – links schauen beim Überqueren“ oder „Zebrastreifen – warten, bis dich der Lenker/die Lenkerin sieht“.

8. Wann ist ein Kind fit für den Schulweg?

Begleiten Sie das Kind so lange am Schulweg, bis es zuverlässig und sicher alleine zurecht kommt. Ein gutes Training für zwischendurch ist es, dem Kind Fragen rund um den Schulweg zu stellen, z.B. „Was machst du, bevor du über die Straße gehst?“.

9. Auch im Dunkeln sichtbar sein

Achten Sie auf geeignete, helle Kleidung und zusätzlich Reflektoren an der Jacke, den Schuhen und der Schultasche. Nur so kann Ihr Kind auch gesehen werden.

10. Gehen - Gesund für Körper und Geist!

Motivieren Sie Ihr Kind zum Gehen! Im Kindergarten können sich Kinder austoben und ihren Bewegungsdrang ausleben. Speziell für SchulanfängerInnen bedeutet die Reduzierung dieser Möglichkeiten eine enorme Umstellung: Dieser Bewegungsmangel kann Ursache für Konzentrationsschwierigkeiten sein. Das Zurücklegen des Schulweges unterstützt die Kinder in der Entwicklung ihrer motorischen Fähigkeiten, stärkt das Selbstwertgefühl und wirkt sich positiv auf die Konzentration aus.

Elternabend zum Buchen

Die Energie- und Umweltagentur NÖ möchte Eltern und Kinder zum Thema "aktiver Schulweg zu Fuß und mit dem Rad "vorbereiten und sensibilisieren. Dazu gehört auch, dass Eltern, Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen sowie GemeindevertreterInnen über Mobilität, Verkehrserziehung und Klimaschutz informiert werden. Buchen Sie den Vortrag „gehen geht – umweltfreundlich und sicher zu Fuß unterwegs" für einen Elternabend.

Dauer: 1,5 Stunden
Kosten: € 288,-/Vortrag

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at