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Mobilität

Die erste große Prüfung: der Schulweg

Gehen ist gesund, macht Spaß und ist die klimafreundlichste Form der Fortbewegung. Darum ist es wichtig, dass schon die Kleinsten zum Gehen motiviert werden. Die eNu gibt Tipps für einen sicheren Schulweg, der Freude macht.

Mutter und Sohn trainieren Schulweg
© Dieter Hawlan - Fotolia.com

Den Schulweg gemeinsam trainieren

Der Schulweg ist oft die erste Möglichkeit der Kinder sich selbstständig im öffentlichen (Verkehrs-)Raum zu bewegen. Das muss natürlich gut vorbereitet werden. Denn wenn der Schulweg rechtzeitig vor Schulbeginn ausreichend trainiert wird, kann potenziellen Gefahren buchstäblich „aus dem Weg gegangen“ werden. Das alleinige Einüben der Wegstrecke ist aber nicht ausreichend. Speziell beim Zurücklegen des Schulweges ist es wichtig, dass Kinder selbstständig denken. Am besten ist es, sich als Elternteil von den Kindern führen zu lassen, um zu überprüfen, ob sie alles verstanden haben und ob sie Gefahrenquellen auch ohne Hilfestellung erkennen.

Den Blickwinkel des Kindes einnehmen

Aufgrund der geringeren Körpergröße werden Kinder einerseits von anderen VerkehrsteilnehmerInnen leicht übersehen, andererseits ist ihr eigener Blickwinkel stark eingeschränkt. Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, während dem Üben des Schulwegs, speziell bei schwierigen Passagen den Blickwinkel des Kindes einzunehmen.

Kurze Merksätze sind besser als lange Erklärungen

Zebrastreifen sind keine Garantie für Sicherheit. Deshalb ist es wichtig dem Kind zu erklären, dass es stehen bleiben muss und erst dann gehen darf, wenn die Autos in beiden Fahrtrichtungen stehen bleiben. Das Kind kann sich auch durch das Ausstrecken eines Armes bemerkbar machen. Herannahende AutofahrerInnen werden aufmerksam und wissen so, dass das Kind die Straße überqueren will. Auch kurze Merksätze wie „Rot heißt Halt“ gilt es sich einzuprägen. Kinder verstehen diese kurzen Merksätze viel besser als ausführliche Erklärungen.

Den Kindern ein gutes Vorbild sein

Kinder eignen sich oft Verhaltensweisen ihrer Eltern oder anderer Erwachsener an. So ist es auch im Verkehrsgeschehen: Den Kindern stets ein gutes Vorbild zu sein und die Verkehrsregeln einzuhalten ist mit Abstand der wichtigste Beitrag für einen sicheren Schulweg. Egal, ob es dabei um das Stehenbleiben bei einer roten Ampel oder das Warten vor dem  Zebrastreifen geht. Kinder nehmen diese Handlungen bewusst und unbewusst auf.

Wann ist ein Kind fit für den Schulweg?

Es gibt keine allgemein gültige Altersangabe, ab wann ein Kind alleine den Schulweg bewältigen kann. Daher ist es wichtig, dass das Kind so lange am Schulweg begleitet wird, bis es zuverlässig und sicher alleine zu Recht kommt. Ein gutes Training für zwischendurch – etwa bei einer längeren Autofahrt – ist es, dem Kind Fragen rund um den Schulweg zu stellen, z.B. „Was machst du bevor du über die Straße gehst?“

Gesund für Körper und Geist

Im Kindergarten können sich Kinder austoben und ihren Bewegungsdrang ausleben. Speziell für SchulanfängerInnen bedeutet die Reduzierung dieser Möglichkeiten eine enorme Umstellung: Dieser Bewegungsmangel kann Ursache für Konzentrationsschwierigkeiten sein. Das Zurücklegen des Schulweges unterstützt die Kinder in der Entwicklung ihrer motorischen Fähigkeiten, stärkt das Selbstwertgefühl und wirkt sich positiv auf die Konzentration aus.

Kindergartenprojekt „gehen geht“

Die Energie- und Umweltagentur NÖ möchte mithilfe des Projekts „gehen geht" bereits Kindergartenkinder auf den Schulweg zu Fuß vorbereiten und sensibilisieren. Es werden Bewegungsworkshops, Verkehrserziehung und kindgerechte Informationen rund um die Themen Mobilität und Klimaschutz angeboten. Potenzielle Gefahren werden bei Elternabenden von Angehörigen, Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen sowie GemeindevertreterInnen besprochen und gemeinsam an Lösungen gearbeitet.

Weiterführende Links

Projekt „gehen geht“
Buchbarer Vortrag: „gehen geht“ - Zu Fuß in die Schule

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.