hintergrundbild

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden (weitere Informationen).

Energie & Klima

Dicke Luft im Klassenzimmer

Zu wenig Lüften schränkt die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit von SchülerInnen und Lehrpersonal ein.

Dicke Luft im Klassenzimmer
© WavebreakmediaMicro - Fotolia.com

Studien zeigen deutlich: Steigt im Klassenzimmer der Gehalt an Kohlendioxid, nehmen Unruhe und Lärmpegel zu. Dagegen hilft einfaches Lüften. Ab einer Klassenbelegung mit mehr als 20 Kindern reicht die Pausenlüftungen alleine nicht aus.

Nach 10 bis 20 Minuten lüften

Je nach Art der Räumlichkeiten und Zustand der Fenster sollte schon nach zehn bis zwanzig Minuten Unterricht gelüftet werden. Im Winter hilft dabei die kalte Außenluft. Je kälter die Temperatur außen ist, umso schneller tauscht sich Außen- mit Innenluft aus. Somit reichen fünf Minuten, um ein Klassenzimmer mit frischer Luft zu füllen. Bei warmen Außentemperaturen dauert das Fensterlüften länger.

Mehr Erfolg im Unterricht

Untersuchungen der Plattform meineraumluft.at zeigen, dass die Richtwerte der wichtigsten Raumluftindikatoren wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur und CO2-Gehalt sehr oft nicht eingehalten werden. Atemwegs-Erkrankungen, Leistungsabfall, Ermüdungserscheinungen und Konzentrationsschwäche sind die Folgen. Die Ergebnisse aus durchgeführten Lerntests zeigen, dass mit steigender CO2-Konzentration der Lerneffekt der SchülerInnen abnimmt. In Klassenzimmern mit frischer Luft verdoppelt sich der Lernerfolg und Störungen nehmen um ein Drittel ab.

Gutes Lüften ist messbar

Passendes Lüften können Sie messen. Einfache Geräte haben eine grün-gelb-rote (Ampel-)Anzeige, die auf die Qualität der Atemluft hinweist. Andere Geräte zeigen den Kohlendioxidwert in der Einheit ppm an (parts per million oder Teile einer Million). Kohlendioxid dient hier als Indikator für verbrauchte Luft. Konzentrationen unter 1.000 ppm Kohlendioxid in der Raumluft gelten als unbedenklich, Werte zwischen 1.000 und 2.000 ppm als auffällig und Konzentrationen über 2.000 ppm als hygienisch inakzeptabel.

Weiterführender Link

Plattform für gesunde Raumluft: www.meineraumluft.at

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at