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Natur & Boden

Bodenlebewesen vor den Vorhang

Durch Bodentiere kann man die Biodiversität vor der Haustür entdecken. Wir haben passende Informationen und Tipps dafür!

Eine Hand voll Bodenlebewesen.
© D. Seebacher

Die Bodenorganismen sorgen für das Wachstum unserer Kulturpflanzen. Sie wandeln abgestorbenes organisches Material wie Laub und Pflanzenreste in wertvollen Humus um und bauen den Boden auf. Sie verkleben Bodenkrümel so, dass sie schwammartig, locker und gleichzeitig stabil bleiben. Regen- und Gießwasser sickert leicht ein und Pflanzen können ihre Wurzeln gut entwickeln.

Ein aktives Bodenleben ist wichtig

Durch aktives Bodenleben gehen wichtige Pflanzennährstoffe aus dem Boden in Lösung und können von den Pflanzen aufgenommen werden. Viele Bodenorganismen kooperieren mit den Pflanzen. Der Pilz Mykkorhiza beispielsweise liefert Wasser und Bodennährstoffe direkt in die Pflanzenwurzel und erhält dafür Energie in Form von Zucker, den die Pflanze bei der Assimilation gebildet hat.

Ohne Regenwurm geht gar nichts!

Der Regenwurm holt sich organisches Material wie Stroh, Gras oder Laub von der Oberfläche, zieht es in seine Gänge und frisst es vermischt mit Erde. Mit seinen Ausscheidungen, die hochwirksame Pflanzennahrung enthalten, verschließt er die Röhren und kleidet sie aus. So durchmischt er den Boden und verrottetes organisches Material gelangt in den Wurzelbereich der Pflanzen.

Springschwänze und Mikroorganismen

Die Springschwänze leben im Wurzelbereich der Pflanzen. Geschätzte 50.000 Arten sind es weltweit, die in der jeweiligen Klimazone und Bodentiefe ihren Lebensraum finden und für weiteren Umbau von organischem Material sorgen. Unzählige Mikroorganismen leben im Darm der Bodentiere und gelangen mit deren Ausscheidungen in den Wurzelbereich der Pflanzen. Sie sorgen für den nötigen Kitt zum Zusammenhalt der Bodenkrümel und setzen bei ihren Aktivitäten Nährstoffe für die Pflanzen frei.

Bedrohung für die kleinen Helfer

Pestizide und Schwermetalle, intensive Bodenbearbeitung und der Mangel an pflanzlichen Resten als Nahrung auf Feldern und in Gärten gefährden das Bodenleben und somit die Bodenfruchtbarkeit. Allerdings sind die Organismen auch sehr robust und können aus einem kargen, toten Boden wieder fruchtbaren schaffen: allerdings nur einen Zentimeter in 100 Jahren! Die oberste Erdkrume ist ein kostbarer Schatz, der besonders geachtet und gehütet werden will.

Download

Poster "Bodentiere unter der Lupe"

Arbeitsblätter und Tafelbilder unter Bodenlebewesen – Leben in der Unterwelt

Weiterführende Informationen

Auf der Website www.naturland-noe.at finden Interessierte sämtliche Informationen zu den Themen Wasser, Boden und Natur sowie auch Möglichkeiten sich für den Natur- und Artenschutz zu engagieren!

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.