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Wasser

Bachexkursion – leicht gemacht

Egal ob klein oder groß: Gewässer sind spannende Lernorte. Wir geben Ihnen Tipps und Tricks, um das Leben am Wasser mit einfachen Mitteln zu erforschen.

Kind mit Sieb und Kübel
© D. Seebacher

Gewässer zählen zu den artenreichsten Lebensräumen. Trotzdem bleibt das Leben im Wasser meist im Verborgenen. Mit ein paar Hinweisen und mit Hilfe unserer Arbeitsmaterialien können Sie eine Bachexkursion leicht selbst gestalten und die Tierwelt im Wasser erforschen.

Gewässerauswahl

Wählen Sie als Forschungsobjekt ein naturnahes Gewässer. Am besten eignet sich ein Bach mit vielen Steinen oder Kies, der nicht verschlammt ist. Wichtig ist ein gut zugängliches, seichtes Ufer und genug Platz für mehrere Kleingruppen. Achten Sie darauf, dass der sensible Ufersaum durch das Hineingehen ins Wasser nicht beschädigt wird! Ist kein Fließgewässer in der Nähe, wählen Sie einen Tümpel oder Teich mit diesen Voraussetzungen. 

Ausrüstung am Wasser

Gummistiefel, wetterfeste Kleidung (Regenschutz, Sonnenschutz), Wechselgewand und ein kleines Handtuch sind für alle Personen notwendig. Zum Sammeln der Wassertiere benötigt man pro zwei Personen: 2 Siebe, 1 weißer oder durchsichtiger Kübel, 2 Haarpinsel.

Tipp & Tricks für das Setting

Am besten teilt man die Gruppe in kleine Arbeitsgruppen mit vier Personen. An einem ruhigen Lagerplatz nahe des Gewässers richtet man den Sammelplatz für die Großgruppe und das „Freiluft-Labor“ ein. Die Kleingruppen werden mit Ausrüstungssets ausgestattet und suchen sich einen Platz am Wasser.

Anleitung für das Besammeln des Gewässers

Der Kübel wird halbvoll mit Wasser gefüllt. Darin sollen die gefundenen Tiere gesammelt werden. Das Sieb wird in Bodennähe im Bach entgegen die Fließrichtung ins Wasser gehalten. Mit etwas Geduld verfangen sich darin Tiere. Weitere Wasserbewohner findet man, indem man unter Steinen (Steine dann wieder in die richtige Lage zurückdrehen) oder auf Wasserpflanzen sucht oder ganz genau den Grund beobachtet. Möglichst wenig Sediment aufwühlen. Gefundene Tiere werden vorsichtig mit dem Pinsel von Steinen, Pflanzen oder Sieb abgestreift und in den Kübel gegeben.

Arbeiten im „Freilluft-Labor“

Nach Ablauf einer bestimmten Zeit oder wenn genügend Tiere gefunden wurden, treffen sich die Kleingruppen am Lagerplatz im „Freiluft-Labor“. Achten Sie darauf, dass die Wassertiere genug Sauerstoff/Wasser haben und nicht in der prallen Sonne stehen. Die gefundenen Tiere sollen nun grob bestimmt und anhand der Fundprotokolle dokumentiert werden. Danach werden sie wieder an Ort und Stelle in Freiheit entlassen.

Materialien zum Bestimmen und Dokumentieren

Auf den Wassertierkärtchen finden Sie die häufigsten Tiere in unseren Bächen als Bestimmungshilfe. Am besten drucken Sie die Kärtchen für die einzelnen Forschergruppen aus (ggf. lamieren).

Mit dem Fundprotokoll die Gewässergüte bestimmen

Die gefundenen Tiere können in einem Fundprotokoll dokumentiert werden. Die Gewässertiere geben Aufschluss über die Gewässergüte.

Arbeitsblatt Gewässerprotokoll

Mit dem Gewässerprotokoll kann der Bach und dessen Umfeld sowie die gefundenen Organismen festgehalten werden. Dadurch können verschiedene Gewässer gut miteinander verglichen werden.

Nachbesprechung in der Großgruppe

Zur Nachbesprechung eignen sich die Tierlisten. Hier finden Sie neben den Tierskizzen und Namen auch Informationen zum Lebensraum und zur Ernährung. Gemeinsam in der Gruppe können die gefundenen Tiere nachbesprochen werden.

Downloads

Wassertierkärtchen

Arbeitsblatt Fundprotokoll Wassertiere für Kindergarten und 1. bis 2. Volksschule

Arbeitsblatt Fundprotokoll/Gewässergüte für 3. und  4. Volksschule, Neue Mittelschule und höhere Schulen

Arbeitsblatt Gewässerprotokoll für Kindergarten und 1. bis 2. Volksschule

Arbeitsblatt Gewässerprotokoll für 3. und 4. Volksschule, Neue Mittelschule und höhere Schulen

Tierlisten - Wasser

Handout mit Informationen zu Wasser, Gewässer und Wassertieren und Tipps zum Outdoor-Unterricht

Stundenbild Bachwanderung

Weitere Methoden und Arbeitsblätter zu Umweltthemen finden Sie unter Downloads.


Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.