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Boden

Der Komposthaufen als Herz des Schulgartens

Tipps zum Einsatz des Komposthaufens im Schulgarten und im Unterricht.

Kinder am Komposthaufen
© Archiv

Ein Teil des Stoffkreislaufes der Natur ist die Verrottung abgestorbener organischer Masse (pflanzliche und tierische Überreste) zu wertvoller Humuserde. Die Nachahmung dieses natürlichen Prozesses im Garten wird Kompostierung genannt.

Milliarden Helfer unter Tage

Die eigentliche Arbeit im Komposthaufen leisten Milliarden von Mikroorganismen und Kleinlebewesen. Eine Handvoll gesunder Boden enthält mehr Lebewesen, als Menschen den ganzen Erdball bevölkern. Die Kompostlebewesen zersetzen nicht nur die Biomasse und bauen wertvolle Humuskrümel auf, sondern töten auch krankheitsverursachende Pilze und Bakterien ab und versetzen die Komposterde mit pflanzenstärkenden Stoffen.

Ein Komposthaufen im Schulgarten

Ein Komposthaufen ist gut geeignet, um Kindern einen Einblick in den Lebensraum Boden zu geben. Ausgestattet mit einer Lupe ist der Kompost ein idealer Forschungsraum, da die im Boden lebenden Tiere hier sehr zahlreich auftreten. Zugleich können die Kinder den Verrottungsprozess unmittelbar erleben und verstehen lernen. Das fördert das Denken in natürlichen Kreisläufen.

Wurmglas
© Archiv

Was schmeckt Wurm & Co

Auf einem Komposthaufen werden Laub, abgemähtes Gras und Bioabfälle aus der Küche gesammelt. Nach ca. einem halben Jahr bis einem Jahr entsteht daraus Komposterde, mit der man die Pflanzen im Garten düngen kann. Um SchülerInnen diesen Verrottungsprozess zu verdeutlichen, nehmen Sie zwei verschraubbare Gläser. In ein Glas gibt man Apfelreste, in das andere einen Joghurtbecher. Die Apfelreste werden im Laufe der Zeit zersetzt, ebenso wie das Laub im Wald. Mit Plastik können Mikroorganismen nichts anfangen. Plastik hat darum auf dem Komposthaufen nichts zu suchen.

„Erdfresser“ unter Tag

Der Regenwurm eignet sich besonders gut als Forschungsobjekt für Kinder. Er ist der unterirdische Helfer jedes Gärtners. Er lockert die Erde und sorgt für eine gute Durchlüftung des Bodens. Besonders beliebt ist er, weil er Erde und Pflanzenreste frisst und verdaut. Dabei entsteht Regenwurmkot, der viele Nährstoffe enthält, die die Pflanzen zum Wachsen brauchen.

Eine Anleitung zum Bau eines Wurmglases finden Sie hier.

Download

Poster: Bodentiere unter der Lupe

Infoblatt "die umweltberatung": Kompost - Kreislaufwirtschaft im Garten

Den Folder und das Bodenposter können Sie im Online-Shop gegen Manipulationsgebühr bestellen.

Weitere Informationen

Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)
Tel. 02742 219 19, umweltbildung@enu.at
Nähere Informationen zur eNu auf www.enu.at.